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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. Oktober 2017 | 22:19 Uhr

Sülte : Im Kochbus fleißig geschnippelt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Grundschüler beschäftigen sich während der „Lewitzer Tüffelwochen“ mit Kartoffelernte, Verarbeitung und Gerichten

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Pommes mit Ketchup gab es gestern in Sülte für die Viertklässler der Schweriner Europaschule „John Brinckman“. Das Besondere: Das Essen hatten sie selbst zubereitet. Und zwar in einem Kochbus, einem umgebauten und speziell ausgestatteten Doppeldecker-Bus. Der machte gestern auf dem Betriebsgelände der Kartoffelhalle Sülte Halt. Die Schüler der Klassen 4a und 4b beschäftigen sich im Rahmen der „Lewitzer Tüffelwochen“ mit dem Thema Kartoffeln. Sie haben schon beim Projekt „Kids an die Knolle“ mitgemacht. Hintergrund der gestrigen Aktion: Die Kinder sollen zum einen mehr über die Kartoffel als Nahrungsmittel erfahren: Anbau, Pflege, Ernte, Verarbeitung. Zum anderen soll Lust auf gesunde Ernährung geweckt und gleichzeitig praktisches Wissen vermittelt werden.

Lust aufs Essen machte Kochbus-Manager Martin Schneider, der mit den Kindern gemeinsam Gemüse schnippelte und Kartoffeln verarbeitete. „Das macht mir hier viel Spaß. Ich esse Kartoffeln und Pommes gern“, erzählt die neunjährige Leonie, während sie Sellerie klein schneidet, die mit anderem Gemüse zu Ketchup verarbeitet wurde.

Gestern wurde aber nicht nur gekocht. Die 47 Schüler absolvierten eine Kartoffel-Spartakiade: Zielwurf, Schubkarrenrennen, Sackhüpfen, Kartoffel-Lauf, Basteln und Trocken-Ski. Die Stationen wurden betreut von den Klassenlehrerinnen Astrid Bremer und Anke Leifheit sowie den Banzkowern Marianne und Karl-Friedrich Böthfüer, die mit ihrem Kartoffelmaus-Anhänger gekommen waren. Und auch Karen Lange vom Lewitz-Verein, die die Veranstaltung organisierte, stand Lehrern und Schülern zur Seite.

Steffen Schwedt, Geschäftsführer der Kartoffelmarkt Sülte GmbH, erläuterte den jungen Gästen, wie die Kartoffel vom Feld auf den Teller kommt. Und die Schüler konnten frische Kartoffeln auf einem Feld ernten – in Handarbeit mit einem Kartoffelkratzer. Aber sie sahen auch, wie schnell eine Kartoffelkombine die Knollen aus dem Boden holt. In der Sülter Halle liefen die Kinder mit Steffen Schwedt die einzelnen Stationen ab. Letztlich landen die Knollen in unterschiedlich großen Verpackungen, wie sie in den Kaufhallen zu finden sind.

Auch ihre Fragen sind die Grundschüler losgeworden: Eine Schülerin wollte von Steffen Schwedt wissen, warum er sich denn mit Kartoffeln beschäftige. Der musste schmunzeln, erklärte dann aber, dass im elterlichen Garten diese Frucht immer angebaut wurde. Und er habe helfen müssen, auch bei der Ernte. Das habe ihn geprägt. Dass es auf dem Lande mitunter anders riecht als in der Stadt, diese Erfahrung machten die Schüler bei ihrem Besuch in Sülte auch, erzählt Karen Lange. Unterm Strich war es ein außergewöhnlicher Unterrichtstag.

 


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