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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 02:13 Uhr

Mecklenburger Medien : Im Gedächtnis des Landes

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landesbibliothek öffnete zum zweiten Mal zu Führungen auch das Magazin der umfangreichen Sammlung Mecklenburger Medien

von
erstellt am 28.Apr.2014 | 10:00 Uhr

Vor zehn Jahren hat die Landesbibliothek die modernen Räume in der Stellingstraße bezogen. Von 1886 bis 2004 war das kulturelle Erbe des Landes im Ostflügel des Doms zu finden. 1779 hatte der Herzog die Sammlung aufbauen lassen, die heute als ältestes Exemplar ein Fragment des Roland-Liedes aus dem 12. Jahrhundert besitzt. Am Sonnabend hatte das Team um Leiter Dr. Frank Pille zum zweiten Mal zum Tag der offenen Tür eingeladen und den Besuchern seltene Einblicke gewährt – unter anderem in das Magazin, das den Nutzern ansonsten verschlossenen bleibt. Denn nur rund 35 000 Medien – von Büchern über CDs und DVDs bis hin zu Zeitungen und Gesetzestexten – sind frei zugänglich. Der übrige Bestand der insgesamt 750 000 Medien im Besitz der Landesbibliothek werden nur von den Mitarbeitern in den Lesesaal gebracht. Der gigantische Bestand ist auf zwei Ebenen in großen Regalreihen archiviert, konstant bei 18 Grad Celsius und 55 Prozent Luftfeuchtigkeit. „Bücher lieben es trocken und dunkel“, berichtete Museumsmitarbeiterin Dr. Barbara Unterberger lachend den Besuchern. Würde man alle Bücher der Landesbibliothek aneinander reihen, ergäbe sich eine Strecke von 30 Kilometer Länge.

Gewachsen ist die Schau seit den Zeiten des Herzogs durch Sammlung, Ankäufe aber auch Schenkungen. Noch ist genügend Platz für weitere Anschaffungen im geheimen Magazin. Dennoch laufen bereits die ersten Vorbereitungen, den gesamten Bestand zu digitalisieren.

 

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