Schwerins Winterferien-Paradiese : Im Filmkurs ist Musik drin

Der Trickfilm nimmt Gestalt an: Die Kinder sind mit dem aktuellen Stand des Films zufrieden.
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Der Trickfilm nimmt Gestalt an: Die Kinder sind mit dem aktuellen Stand des Films zufrieden.

Kinder erwecken mit spezieller Technik Instrumente zum Leben

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08. Februar 2018, 16:00 Uhr

Kinder wollen beschäftigt werden. Dies kann für Eltern oder Großeltern gerade in den Ferien eine Herausforderung sein. Malen, Lesen oder Computerspiele sind auf die Dauer langweilig. Aber für Schwerins Schüler gibt es reichlich Auswahl für besondere Ferienerlebnisse. Das Angebot reicht von Museumsführungen bis zum Trickfilm-Workshop. Heute: Instrumente erwachen zum Leben.

Im Halbkreis sitzen die Kinder um den Computer. Auf dem Bildschirm schickt ein Mädchen alle Kinder aus der Musikschule nach Hause. Dann erwachen die Instrumente zum Leben.

Mirko Schütze zeigt seinen Schützlingen den aktuellen Stand ihres Trickfilms. Gebannt schauen die Kinder auf den Bildschirm. „Da bin ja ich“, ruft der siebenjährige Till. Er ist das jüngste der sieben Kinder, die an der Musik- und Kunstschule Ataraxia einen einwöchigen Trickfilm-Kurs für Anfänger belegt haben.

„Hier spielt die Musik“ soll der Film heißen. „Die Kinder sind die Regisseure und Stars des Films“, sagt Kursleiter Schütze. Bevor es an die Umsetzung ging, wurde jedoch über die Handlung diskutiert. „Wir hatten in den Räumen nur Musikinstrumente, daher spielen diese im Film die zentrale Rolle“, gibt Schütze an, der einen solchen Kurs bereits zum fünften Mal leitet.

Sobald die Instrumente die Schule für leer erachten, wollen sie in der großen Halle feiern. Die Kinder haben Gesichter gebastelt, die Trompete, Trommel und Co zum Leben erwecken sollen. Die Bewegung entsteht durch die Stop-Motion-Technik. Viele Einzelbilder, die hintereinander abgespielt werden, lassen es so aussehen, als ginge die Tuba durch den Flur. Für jedes Bild muss das Instrument ein wenig verrückt werden. Zwölf Bilder pro Sekunde sind nötig, damit die Bewegung einigermaßen flüssig wirkt. In mehreren Gruppen erstellen die jungen Filmemacher Szenen mit den Instrumenten. Im Finale soll die einzige menschliche Zeugin von der Tuba gefressen werden.

Die Szenen werden am Ende zum Gesamtfilm zusammengeschnitten. Schütze hat den Kindern die Programme gezeigt. „Mirko hat sich dafür viel Zeit genommen und alles sehr gut erklärt“, lobt die zwölfjährige Carla ihren Kursleiter.

Den fertigen Film wird es auf den Seiten der Sophie Medienwerkstatt aus Hagenow zu sehen geben. Zudem soll der Film bei einer Veranstaltung von Ataraxia gezeigt werden. Ein Termin steht noch nicht fest. „Ich hoffe, die Kinder im nächsten Jahr beim Fortgeschrittenenkurs wiederzusehen“, sagt Schütze mit Blick in die Zukunft.

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