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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 14:59 Uhr

Frühling in Schwerin : Im Denkmal blüht es schon

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In der Orangerie stehen die ersten Kübelpflanzen in voller Blüte, im Schlossgarten sind die Frühlingsblumen bereits gepflanzt

von
erstellt am 28.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Der kalendarische Frühlingsbeginn hat auch die ersehnten höheren Temperaturen gebracht: Kleingärtner machen ihre Parzellen startklar, Gartenbaubetriebe bringen die Frühjahrsbepflanzung auf öffentlichen Grünflächen in die Erde. Wassersportler machen ihre Boote startklar und Kitas, Schulen, Vereine und Verbände haben mit dem Schweriner Frühjahrsputz begonnen.

Die schönsten Blüten können die Besucher des Burggartens derzeit leider nicht hautnah erleben. Denn die Clivien müssen noch in der Orangerie bleiben. Draußen aber blüht es noch nicht so recht. „Unsere Pflanzen kommen am Montag“, sagt Schlossgärtner Ralf Schmalz. 6300 Primeln, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und andere Arten werden dann in den Boden kommen. „Wir versuchen, uns an die historische Bepflanzung anzulehnen“, so Schmalz. „Das ist gar nicht so einfach.“ Denn sehr große Akelei zum Beispiel gibt es überall. „Wir brauchen aber niedrig bleibende Arten.“ Die habe nicht jeder Gartenbaubetrieb im Programm.

Vorbereitet hat Ralf Schmalz sonst aber schon alles. 6000 Tulpen- und Hyazinthenzwiebeln sind gesteckt, die Beete sind gedüngt, die Bänke sind aufgestellt, die Wege geharkt. „Unser Problem ist das Unkraut“, sagt der Schlossgärtner. Glyphosat wird im Burggarten nicht eingesetzt, gehackt werden können die Wege auch nicht. „Das würde die Grantoberfläche zerstören.“ Da hilft nur auszupfen.

Dasselbe Problem hat auch Dietmar Braune. Der Mitarbeiter des landeseigenen Betriebes für Bau und Liegenschaften ist für den Schlossgarten zuständig. „Die Instandhaltung der Wege ist sehr personalintensiv.“ Vor 150 Jahren war das noch kein Problem. Der Großherzog beschäftigte 30 Gärtner.

Jetzt blüht im Schlossgarten bereits alles. Tausende Stiefmütterchen und Primeln sind gepflanzt. „Von Donnerstag an werden die Bänke aufgestellt“, sagt Braune. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Müssen die mehr als 70 Sitzgelegenheiten doch fest im Boden verankert werden, damit sie nicht gleich wieder im Kreuzkanal landen.

Dietmar Braune ist jetzt im Frühjahr auch schon dabei, für den Herbst Pflegearbeiten vorzubereiten. „An den Kaskaden müssen die Linden geschnitten werden.“ Schon 2006, in Vorbereitung auf die Bundesgartenschau, waren die Bäume um etwa ein Drittel gekürzt worden. Zum Ende des Jahres soll der nächste Schritt folgen. Ziel ist es, den historischen Zustand weitgehend wieder herzustellen. Denn ursprünglich waren die Linden auf Kopf geschnitten, durch jahrzehntelang vernachlässigte Pflege aber durchgewachsen.

Mit einem für einen Garten untypischen Problem hatte Braune vor ein paar Tagen zu kämpfen. In der Kaskade war eine große Trinkwasserleitung gebrochen. „Das hat den Bäumen bestimmt nicht gut getan.“

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