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Proben werden erst Montag genommen : Im Demener Dorfsee sterben tausende Fische

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Das Ausmaß der Katastrophe ist gewaltig: An den Rändern des Demener Dorfsees schwimmen zu Tausenden tote Fische. Barsche, Plötzen, Rotfedern, Hechte - alle möglichen Arten und Größen sind betroffen.

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erstellt am 29.Jun.2013 | 03:45 Uhr

Demen | Das Ausmaß der Katastrophe ist gewaltig: An den Rändern des Demener Dorfsees schwimmen zu Tausenden tote Fische. Barsche, Plötzen, Rotfedern, Hechte - alle möglichen Arten und Größen sind betroffen. Der Grund des Gewässers ist an den Stegen weiß von toten Fischen, die schon mehrere Tage im Wasser liegen und abgesackt sind. Für Möwen ein gefundenes Fressen, sie haben sich bereits in Schwärmen versammelt, auch Graureiher stehen im Schilf Schlange.

Naturfreunde und Angler sind ratlos und wütend. Sie sehen sich mit ihren Sorgen allein gelassen. Was passiert, wenn Kinder am Wasser spielen und halbtote Fische fangen und nach Hause bringen? Oder mögliche Krankheitserreger durch Wasservögel auf andere Gewässer übertragen werden? Alte Angler wissen, dass Fischsterben in heißen Sommern nicht ungewöhnlich sind und können sich noch gut erinnern, als in den 90er-Jahren in mehrere Mecklenburger Seen viele Graskarpfen verendeten. Doch das alles ist nicht vergleichbar mit der Dimension dieses Fischsterbens, zumal das Wasser noch lange nicht die damaligen Temperaturen hat.

Das Veterinäramt und das Umweltamt des Landkreises Ludwigslust-Parchim sind bereits seit Donnerstag über das Problem informiert. Doch Behördenmühlen mahlen langsam. "Das Veterinäramt will die Hinweise auf das Fischsterben prüfen. Auch wir als Untere Wasserbehörde werden am Montag Proben ziehen und analysieren", sagte Heike Czubak auf SVZ-Anfrage. Der Pächter des Sees, der Landesanglerverband, sei ebenfalls informiert. Er habe angekündigt, Anfang nächster Woche Untersuchungen zur Wasserqualität vorzunehmen und ein Bestandsfischen auf dem Dorfsee durchzuführen.

"Viel zu spät", kritisiert Angler Schlichting. "Bei einem Fischsterben in dieser Dimension muss sofort gehandelt werden", fordern er und weitere Angler. Unterdessen machen Mutmaßungen über die Ursachen der Umweltkatastrophe in Demen die Runde. Von unsachgemäßem Einsatz von Pestiziden auf benachbarten Grünflächen ist die Rede. Doch Heike Czubat vom Landkreis warnt: "Wir brauchen zunächst die Analysen der Wasserproben. Erst dann können Aussagen über die Ursachen getroffen und gegebenenfalls Maßnahmen zu deren Beseitigung eingeleitet werden.

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