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Saisonstart im Oll´ hus : Ilse Stender stellt Osterbräuche vor

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Familienmuseum „Dat oll Hus“ startet in die 19. Saison und holt beliebte Heimatkünstler nach Krebsförden

Hinter dem „Oll Hus“, der großen Museumsscheune der Stenders in Krebsförden, krähen die Hähne um die Wette. „So wie es sich auf einem richtigen Bauernhof gehört“, sagt Ilse Stender lachend. 60 Hühner hat das Ehepaar, ein Pferd, drei Kühe, sieben Schafe, dazu Hund und Katzen. Der zweite Hahn kam allerdings nur durch einen Zufall auf den Bauernhof. Ilse Stender erzählt: „Wir wurden von Bekannten angerufen, dass ein herrenloses Huhn in der Stadt umherirrt. Wir haben das junge Tier aufgenommen und nach ein paar Tagen stellte sich heraus, dass es ein junger Hahn war, der sich mittlerweile zu einem stattlichen Tier entwickelt hat. Und weil er sich unserem starken, wilden Hofhahn untergeordnet hat, wurde er akzeptiert und durfte bleiben“, berichtet die Bauersfrau.

Und Ilse Stender und ihr Mann Wilhelm-August können noch viel mehr Geschichten erzählen. Geschichten zur Landwirtschaft, zum alten Krebsförden und zum Leben früher auf dem Bauernhof. Davon etwas zu erfahren, haben die Besucher des Familienmuseums erstmals in diesem Jahr am 19. April die Gelegenheit. Denn dann ist Saisonstart im Familienmuseum. Und was passt besser zum Ostersonnabend als Ostergeschichten und Berichte zu alten Mecklenburger Osterbräuchen? Ilse Stender kennt viele davon und wird sie von 9 Uhr an gern weitererzählen, während die Besucher die beiden großen Gebäude aus den Jahren 1669 und 1730 bestaunen und in der riesigen Museumsscheune alte Gerätschaften für Haus und Hof entdecken können.

„Wir haben auch wieder einige neue Ausstellungsstücke“, sagt Ilse Stender und zeigt ein altes Leinen-Nachthemd mit Häubchen, beides fein nummeriert, wie es früher in wohlhabenden Familien üblich war, sagt sie. Auch die alte Wiege, ein Geschenk aus dem Vorjahr, sei aufgearbeitet und ausgestellt.

Auf dem Programm für die neue Saison sind viele attraktive Veranstaltungen: Ende April liest de Plattdütsch Kring aus dem Heimatkalender Voss un Has, am 25. Mai werden die Schafe geschoren, im Juni kommen die „Danzdeerns“ aus Plate, im Juli die Akkordeongruppe, im August Benny Nolze und im September gibt es den Frühschoppen mit der Banzkower Blasmusik.

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erstellt am 07.Apr.2014 | 23:29 Uhr

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