Crivitzer Ehrenamtler : Ihre Arbeit ist mehr als Ehrensache

Sie sorgen für den guten Ton:  Britta Brusch-Gamm (r.) und Markus Nonnemann (2.v.l.) gratulierten Helmuth Schröder, Britta Kutschenreuter, Sabine Raettig, Jana Nützmann und Bastian Raettig (v.l.). Foto: Katja Müller
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Sie sorgen für den guten Ton: Britta Brusch-Gamm (r.) und Markus Nonnemann (2.v.l.) gratulierten Helmuth Schröder, Britta Kutschenreuter, Sabine Raettig, Jana Nützmann und Bastian Raettig (v.l.). Foto: Katja Müller

Jahresempfang der Stadt Crivitz: Sieben Einwohner werden ausgezeichnet und dürfen sich in das goldene Buch der Stadt eintragen

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07. März 2016, 12:00 Uhr

Eine Auszeichnung fürs Lebenswerk. Waltraud Möller ist gerührt, aber auch zugleich peinlich berührt. „Macht doch nicht so einen Wirbel“, flüstert die Crivitzerin leise. Denn alle Augen waren am Sonnabend während des Jahresempfangs der Stadt Crivitz auf sie gerichtet. Die Ohren der Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm und auch des Laudatoren und zweiten Vize-Bürgermeisters Helmuth Schröder schalteten für diesen Moment auf Durchzug. Bewusst. Denn die Auszeichnung sei verdient, sind sich nicht nur die beiden sicher. Waltraud Möller war viele Jahrzehnte Oberschwester im Crivitzer Krankenhaus. Nach ihrer Ausbildung in Selmsdorf arbeitete sie zunächst in Schönberg und Wernigerode. Kam dann 1969 nach Crivitz. Nach einem Jahr in einem Hospital in Bagdad kam sie 1971 nach Crivitz zurück.

„In den Anfangsjahren prägte sie den guten Ruf des Krankenhauses mit, der bis heute anhält“, erklärte Helmuth Schröder. Als Kreisoberin des ehemaligen Landkreises Schwerin setzte sich Waltraud Möller auch über die Grenzen von Crivitz hinaus für eine verbesserte Krankenpflege ein. In den Ruhestand ging sie nie wirklich: „Es ist ein Unruhestand. Sie engagiert sich in der Seniorenbetreuung der Crivitzer Kirchengemeinde. Besuche im Haus Elim und im Stadtgebiet wurden zu ihrem Lebensinhalt“, honoriert Schröder ihren Einsatz. Auch heute habe sie stets einen kritischen Blick, wenn es um die Ordnung und Sauberkeit im Stadtgebiet gehe, betont er. Waltraud Möller winkt ab, sie mache nur das was ihr „am Herzen liegt“.

Ebenso bescheiden gibt sich Helga Froesa. Vor mehr als 15 Jahren hat sie die „Grünen Damen“ ins Leben gerufen. Ein kleiner Kreis von Crivitzerinnen, die sich um alte und kranke Menschen kümmern, ihnen Zeit schenken, um mit ihnen über große Sorgen oder kleine Alltäglichkeiten zu sprechen. 1999 stellte die Arbeitsgemeinschaft Evangelische-Krankenhaus-Hilfe die Arbeit der Grünen Damen in Rostock vor. Helga Froesa saß im Publikum. Wenige Wochen später gründete sie selbst eine Gruppe im Crivitzer Krankenhaus – mit ihr als Einsatzleiterin, erzählt Laudator und erster Vize-Bürgermeister Markus Nonnemann. Im Sommer 2014 hat sie sich dann aus dem aktiven Dienst zurückgezogen. Nach unzähligen geschenkten Stunden nimmt sie sich nun Zeit für sich selbst. Aber so ganz loslassen könne sie nicht. „Ab und zu bin ich heute noch Gast“, sagt Helga Froesa.

Über viele Gäste freuen sich auch die Initiatoren des Adventssingens. Seit mehr als zehn Jahren sorgen Helmuth Schröder, Sabine Raettig, Jana Nützmann, Britta Kutschenreuter und Bastian Raettig für den ganz besonderen Adventszauber. Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm dankte ihnen in ihrer Laudatio für diese Idee und die Belebung der Stadt. Ihr besonderer Dank galt Sabine Raettig für die „Initialzündung, von der sich die anderen anstecken ließen.“ Alle ausgezeichneten Ehrenbürger duften sich anschließend ins Ehrenbuch der Stadt eintragen.

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