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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 14:59 Uhr

Bunt statt blau : Ideen gegen Koma-Saufen gefragt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen bleibt hoch – DAK-Kampagne „bunt statt blau“ will gegensteuern

svz.de von
erstellt am 01.Dez.2015 | 17:02 Uhr

Die Zahl der jugendlichen Koma-Säufer in Schwerin bleibt erschreckend hoch: 2014 landeten 20 Kinder und Jugendliche aus der Stadt und dem Umland mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus, berichtet Annegret Bretz, Chefin der DAK-Gesundheit in Schwerin. Das Rauschtrinken bleibe bei Schülern ein Problem. Der Vergleich der vergangenen zehn Jahre zeige, dass es weniger akute Fälle gibt, aber das Niveau hoch bleibt. „Dagegen muss etwas getan werden. Daher bleibt für uns die weitere Alkoholprävention unverzichtbar, damit sich der langfristig positive Trend in den kommenden Jahren fortsetzt“, sagt Annegret Bretz.

Anlass zur Sorge bereitet ihr allerdings der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen mussten in Schwerin drei Kinder in einer Klinik behandelt werden – zwei Mädchen und ein Junge. Das seien zwar deutlich weniger als im Jahr davor, als drei Jungen und vier Mädchen eingeliefert wurden. Offensichtlich stelle die Beschaffung von Alkohol für Minderjährige kein Problem dar. Und durch den Gruppenzwang werde es gefährlich. Denn der Griff zur Flasche setze sich bei falschen Freunden meist fort. „Und nach wie vor gehört für viele Jugendliche der Alkohol zum Feiern und Spaßhaben dazu“, sagt Annegret Bretz.

Um gegenzusteuern setzt die DAK auf Aufklärung, will die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ in Schwerin fortsetzen. Bei dem Wettbewerb werden Schüler aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen Rauschtrinken zu entwickeln. „Die Schulen sind wieder zur Teilnahme eingeladen, denn die Plakate, die in den vergangenen Jahren angefertigt wurden, haben Wirkung gezeigt. Bei meinen Schulbesuchen konnte ich die Betroffenheit spüren, die durch gute junge Kunst erzeugt werden kann“, berichtet Bretz.


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