Ungewöhnlicher Vorschlag : Idee: Hundesteuer nach Gewicht

Heike Kühl liebt ihre beiden Hündinnen Sophie und Fara. Sie verbringt viel Zeit mit ihnen und möchte sie nicht missen.
Heike Kühl liebt ihre beiden Hündinnen Sophie und Fara. Sie verbringt viel Zeit mit ihnen und möchte sie nicht missen.

Heike Kühl beschwert sich über Erhöhung und regt an, große Vierbeiner anders zu veranschlagen als kleine

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06. Juni 2015, 09:00 Uhr

„Ich verstehe nicht, warum ich für den zweiten Hund das Doppelte zahlen muss“, beschwert sich die Schwerinerin Heike Kühl. Zu Beginn des Jahres wurde die Hundesteuer in der Landeshauptstadt erhöht. Für den ersten Hund sind nun 108 Euro, für den zweiten zusätzlich 200 Euro zu zahlen. Und genau das versteht die Rentnerin nicht.

„Früher habe ich doch nur die Hälfte für den zweiten Hund gezahlt. Warum jetzt plötzlich das Doppelte?“ Ihre Hündin Fara sei zwölf Jahre alt, und damit sie nicht so alleine ist, habe sie sich die kleine Sophie dazugeholt. Heike Kühl hatte schon früher zwei Hunde gehabt. Allerdings sei einer gestorben. „Da brauchten wir Ersatz“, sagt sie. Schließlich halte die junge Sophie die ältere Hundedame fit.

Kühl ist erst vor Kurzem mit ihrem Mann und den Vierbeinern von Hamburg nach Schwerin gezogen. „Ich wollte schon immer hier leben – es ist eine tolle Stadt mit wunderbaren Menschen“, schwärmt sie. Und es sei Schicksal gewesen, dass sie sofort eine passende Wohnung in der City gefunden hätte. Es gäbe wirklich nur diese eine Sache, die sie störe und nicht nachvollziehen könne. „Wir haben natürlich beide Hunde korrekt angemeldet und zahlen die Gebühren, aber ungern.“ Denn wenn man etwas verstehen könne, zahle man es auch gerne. „Tiere werden vor dem Gesetz wie Dinge behandelt“, sagt Kühl. Warum berücksichtige man das nicht auch bei der Steuer? „Autos werden doch auch nach Klasse und Hubraum besteuert. Bei Hunden könnte es zum Beispiel nach Kilogramm gehen“, schlägt die tierliebe Dame vor. So würde es gerechter zu gehen, denn schließlich machen große Hunde auch mehr Dreck als kleine. „Mein Zweithund wiegt gerade mal zwei Kilogramm, ist damit leichter als mein älterer und müsste günstiger sein“, erklärt Kühl. Dieses Anliegen habe sie nun auch in einem Brief an die Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow geschrieben. „Vielleicht bringt es ja was“, sagt sie hoffnungsvoll. Nun warte sie gespannt, ob es eine Antwort gibt.

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