Netzgemeinde diskutiert : Hundesteuer sorgt für Streit

Dem Vierbeiner ist es egal: Viele Landeshauptstädter diskutieren über die Erhöhung der Hundesteuer.
Dem Vierbeiner ist es egal: Viele Landeshauptstädter diskutieren über die Erhöhung der Hundesteuer.

Heike Kühl schlug vor, nach Gewicht zu besteuern – und entfachte damit im Netz eine wilde Debatte um die Notwendigkeit der Abgabe

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10. Juni 2015, 22:00 Uhr

„Hunde nach Gewicht besteuern“ – diese Idee von Heike Kühl (wir berichteten) sorgt vor allem im Internet für gewaltigen Wirbel und löste eine Debatte über die Notwendigkeit der Hundesteuer aus. Die Meinungen der Schweriner spalten sich.

Schwerin Bärger schreibt online: „Liebe Frau Kühl, wären Sie in Hamburg geblieben, müssten sie weniger zahlen. Dort sind die niedrigsten Hundesteuern Deutschlands. Für nicht gefährliche Hunde nur 90 Euro pro Jahr und fürs zweite Hundli ebenfalls nur 90 Euro.“ Kulla Laconic meint: „Lieber abschaffen. Ich weiß nicht mal wofür ich zahle. Keine Hundewiese, keine Hundebeutelspender – immer leer.“ Für „absoluten Blödsinn“ hält auch Kay Zumme die Besteuerung „So ein Bullshit. Hundesteuer bleibt Schwachsinn.“ Und auch Luzi Schnuffel teilt diese Meinung: „Die Hundesteuer kann abgeschafft werden, schließlich sorgen die Herrchen für Umsatz.“

Aka Hokri kommentiert im Sozialen Netzwerk: „Kleine Haufen sind genauso nervig wie große. Und nur so lässt sich die Köterflut eindämmen.“ Sven Schult unterstützt diese Haltung nicht. Er findet, dass die Steuer abgesetzt werden sollte. „Oder alle anderen Haustiere müssen auch besteuert werden.“

Zwergnase spricht sich im Internet pro Steuer aus: „Ich bin ganz klar dafür, dass jeder Hund gleich besteuert werden sollte. Egal ob groß, klein, erster, zweiter oder dritter Vierbeiner. Ich bin definitiv auch für eine Katzensteuer.“ Es gäbe genug Katzen die draußen ihr Geschäft erledigen. Zwergnase hätte noch nie gesehen, dass die Haufen jemand wegmache. Annemarie Vita schlägt der Netzgemeinde einen einheitlichen Betrag für alle Gemeinden und Städte vor. „108 Euro in der Stadt, und etwa 40 Euro im Umland ist einfach ein wahnsinniger Unterschied.“

Jutta Seyfert gibt zu bedenken, dass sich viele Bürger auf Grund der Steuer einen Hund einfach nicht mehr leisten können. „Es wird immer gesagt, holt euch Tiere aus dem Tierheim, aber durch die Steuer werden die Tierheime übervoll werden“, vermutet sie.

„Ein Hund ist genauso wie ein Familienmitglied – Hundesteuer weg“, sagt Silvi Schwarz.

Man zahle Hundesteuer nicht, weil Hunde draußen Dreck machen. „Sondern weil es als Luxus gilt, einen Hund halten zu können – siehe Ursprung der Hundesteuer als Luxussteuer, vor gefühlten 1000 Jahren“, erklärt Anna-Faye Bauer. Somit werde davon ausgegangen, dass Herrchen oder Frauchen genug Geld hätten, um was davon an die Stadt abzudrücken. Dieses Geld werde für alles, was die Stadt betrifft verwendet. „Nur nicht für die Unterstützung von Hundebedürfnissen. Es ist einfach nur ein dummes Überbleibsel aus der Vergangenheit“, so Bauer.

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