Das nervt! : Hundehaufen pflastern die Straßen

Hindernislauf durch Tretminen: Für Schüler ist das Alltag in der Breitscheidstraße.
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Hindernislauf durch Tretminen: Für Schüler ist das Alltag in der Breitscheidstraße.

Stadtpolitiker fordern mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt und Bußgelder für Hundehalter, die tierische Hinterlassenschaften liegen lassen

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21. Februar 2014, 12:00 Uhr

Es ist etwas stiller geworden in der Diskussion um Hundehaufen in der Stadt. Doch jetzt macht Stadtvertreter Manfred Strauß von den Unabhängigen Bürgern ein Riesenfass auf. „Ich bin nach langer Zeit mal wieder durch die Rudolf-Breitscheid-Straße und dann hinunter zum Marienplatz gegangen. Da wird einem einfach nur schlecht.“ Strauß berichtet von „schlimmen Zuständen. Der Hundekot liegt im Abstand von 50 Zentimetern auf dem Bürgersteig“. Die Bezeichnung „Hundeklo“ durch betroffene Bürger sei berechtigt. Manfred Strauß weist besonders darauf hin, dass in der Breitscheidstraße auch die Erich-Weinert-Schule steht. „Das ist den Kindern nicht zuzumuten.“

Der Stadtvertreter will nun von der Verwaltung wissen, warum der Ordnungsdienst in der betreffenden Straße nicht kontrolliere. „Da kann man sich nicht immer hinter dem Argument verstecken, der Ordnungsdienst sei unterbesetzt.“

Er habe selbst beobachtet, dass Politessen in der Rudolf-Breitscheid-Straße „mit der Taschenlampe“ kontrolliert haben, ob TÜV-Plaketten an den dort abgestellten Autos abgelaufen waren. „Die Hundehaufen haben sie aber gar nicht beachtet.“

Es sei bekannt, dass die Ordnungssatzung die Pflicht eines jeden Hundehalters vorsieht, die Hinterlassenschaften seines vierbeinigen Begleiters unverzüglich beispielsweise durch mitgeführte Abfalltüten zu entsorgen. Es gibt hier im Handel extra für diese Zwecke angebotene Tütchen. Da die früher im Stadtgebiet vorhandenen „Hundeklos“ immer mehr verschwinden, dürfte es notwendig sein, die Hundehalter, die allein für diese Verdreckung verantwortlich sind, an ihre Pflichten zu erinnern – auch über Verwarn-, Buß- oder Ordnungsgelder.

Strauß macht außerdem den Vorschlag, die Hauseigentümer heranzuziehen. „Die sind für die Reinigung der Bürgersteige zuständig.“ Wenn man die ein-, zweimal anspricht und vielleicht auch mal ein Bußgeld androht, würden die schon für das Thema sensibilisiert werden.

Stadtvertreter Rolf Steinmüller von den Unabhängigen sieht das Thema Hundehaufen nicht nur auf die Paulsstadt begrenzt: „Das gleiche Problem mit Hundekot besteht in der Werdervorstadt. Wir sehen auch hier Handlungsbedarf. Bestehende Regelungen müssen konsequenter durchgesetzt werden. Wir fordern deswegen, den Ordnungsdienst wieder in einer sinnvollen Stärke zu betreiben anstatt ihn immer weiter auszudünnen.“

Ordnungsdezernent Dr. Wolfram Friedersdorff hat Manfred Strauß im Hauptausschuss zugestimmt. „Ich teile die Meinung weitgehend.“ Er will sich jetzt um das Thema „kümmern“.

Im Übrigen: In der Rudolf-Breitscheid-Straße gibt es nicht nur private Grundstückseigentümer. Betroffen ist auch die Stadt selbst, der die Schule gehört. „Davor ist aber auch alles verdreckt“, so Strauß. Und außerdem: In der Straße wohnt auch Finanzdezernent Dieter Niesen.


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