Leser reden mit : Hundehaufen nerven weiter

Viele Hundebesitzer fordern mehr Tütenspender und Papierkörbe, um die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge entsorgen zu können.
Viele Hundebesitzer fordern mehr Tütenspender und Papierkörbe, um die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge entsorgen zu können.

SVZ-Leser diskutieren weiter über die Hinterlassenschaften auf Gehwegen, wollen mehr Kontrollen und regen auch DNS-Tests an

svz.de von
13. März 2014, 22:00 Uhr

Hundehaufen, Hundehaufen, Hundehaufen – aus allen Teilen der Stadt erreichen unsere Redaktion Lesermeinungen. Bis auf wenige Ausnahmen heißt es unisono: Die Hundehalter sind verantwortlich, dass die Hinterlassenschaft des besten Freundes des Menschen beseitigt werden.

„Ich bin Hundehalter und mich stören Hundehaufen genauso wie jeden anderen“, schreibt Matthias Fischer. „Die Hundesteuer zu erhöhen, wäre allerdings kontraproduktiv, da einige Hundebesitzer jetzt schon meinen, mit der Steuer für die Beseitigung der Kothaufen zu zahlen. Davon würde es dann mehr geben.“ Fischer ist für eine DNS-Datenbank, mit deren Hilfe der Verursacher mit drakonischen Strafen belegt werden kann. „Jeder Hundehalter zahlt die DNS-Analyse, ohne die er keine Steuermarke erhält. Der Besitz einer Steuermarke ist dann auch vom Ordnungsamt kontrollierbar.“

Die von einer Mehrheit der Teilnehmer einer SVZ-Umfrage geforderte Erhöhung der Hundesteuer sorgt bei Familie Baalcke für Empörung. „Wir sind selbst Hundebesitzer und zahlen 90 Euro im Jahr. Wir machen jeden Haufen unseres Hundes weg – was geschieht mit den Steuern?“ Offenbar, so die Baalckes, werde diese „Luxussteuer“ zweckentfremdet eingesetzt. „Würde man die Steuern dafür einsetzen wofür man sie zahlt, wäre es durchaus möglich, davon sowohl Reinigung als auch genügend Kotbeutel und Personal für Kontrollen einzusetzen.“

Auch Marlen Bielefeld ist gegen eine Steuererhöhung. „Leider sehen die Nicht-Hundebesitzer immer nur die Steuererhöhung als Erziehung für Hundehalter, denen alles egal ist. Die Steuer wird aber nicht zur Reinigung der Straßen und Wege genutzt. Die Leute, die ihren Hundedreck nicht wegputzen, zahlen meistens keine Steuern und niemand kontrolliert dies. Also muss die Stadt sich mal neue Gedanken machen und nicht immer nur Steuern hoch“, schreibt Marlen Bielefeld. Ihre Anregung: „Katzensteuer wäre auch prima.“

Nach einem, wie von Matthias Fischer angeregten Zwangs-DNS-Test fragt auch Robert Quaß. „Warum wurde dieser Lösungsansatz in Schwerin verworfen? Höchstwahrscheinlich aus Kostengründen. Die Gen-Datenerfassung pro Hund kostet 200 Euro, ein Test im Labor 75 Euro. Eine Strafe beim ersten Mal erwischt, kostet den Hundehalter zwischen 15 und 50 Euro, kann im Wiederholungsfall aber auf 1000 Euro steigen. Die Hundsteuer scheint in Schwerin die Kosten für diese elegante Lösungsvariante nicht zu tragen. Aber was ist uns eine saubere Stadt wert? Was kann die Verwaltung, was können wir Hundehalter tun? Kann die Verwaltung die Steuern in Gebühren umwandeln, und diese dann so erheben, dass die Datenbank sich rechnet und nicht alle Steuerzahler belastet? Ich würde die 200 Euro für die Gen-Datenerfassung selbst bezahlen – um endlich aus diesem Generalverdacht herauszukommen, dass die Hinterlassenschaften von unserem Hund stammen.“

Ums Geld geht es auch Claudia Thieß. „Ich finde es nicht richtig, wenn die Hundesteuer erhöht wird. Damit werden auch Leute bestraft, die den Dreck wegmachen. Es sollten mal die kontrolliert werden, die überhaupt keine Hundesteuer zahlen. Claudia Thieß ist selbst Hundebesitzerin. „Es könnten Kontrollen durchgeführt werden. Wer erwischt wird, zahlt Bußgeld.“ Und dann noch diese Frage der SVZ-Leserin: „Wer bezahlt denn eigentlich die Reinigung vom übrigen Dreck wie Zigaretten, Papier und dergleichen?“

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