Steuererhöhung : Hundehalter zahlen im Sparpaket zuerst

Sammy wird Luxus: Die Stadt will die Steuer für den ersten Hund anheben. Künftig werden 108 Euro im Jahr fällig.
Sammy wird Luxus: Die Stadt will die Steuer für den ersten Hund anheben. Künftig werden 108 Euro im Jahr fällig.

Stadt will die Steuer für Vierbeiner anheben und Kontrollen erweitern

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11. November 2014, 12:00 Uhr

„Da zahle ich ja mehr Steuern als für die Tiere bei der Anschaffung nötig waren“, sagt eine entrüstete Hundehalterin, die seit Kurzem zwei Mischlingsrüden ihr Eigen nennt. Sie steht nicht allein. Seit unsere Zeitung in der vergangenen Woche von den Plänen der Stadtspitze berichtet hat, die Hundesteuer zu erhöhen, gibt es zahlreiche Proteste. Tenor: Warum ausgerechnet wir? Werden wir bestraft, weil wir mit einem Hund einen treuen Begleiter im Lebensalltag haben?

Die Antworten werden die Stadtpolitiker geben, wenn sie in ihrer Sitzung im kommenden Monat vor dem Beschluss zum Finanzplan 2015 auch die entsprechende Satzungsänderung für die Hundesteuer beschließen müssen. Die steht gemeinsam mit der Erhöhung der Jahresgebühr für die Bibliotheksnutzung, der Anhebung des Hebesatzes der Grundsteier A für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen sowie der Steigerung des Steueranteils für Umsätze an Spielautomaten auf dem Programm. Die erhofften Mehreinnahmen von 150 000 Euro sollen helfen, dass Millionenloch im städtischen Haushalt zu verkleinern (lesen Sie dazu auch unseren Beitrag auf Seite 9).

Und das plant die Stadt in Sachen Hundesteuer: Die Jahresabgabe für den ersten Hund soll auf 108 Euro steigen, die für zweiten Vierbeiner im Haushalt bleibt mit 200 Euro ebenso gleich wie die 350 Euro Steuern für jeden weiteren Hund. Auch bei den Kampfhunden ändert sich nichts. Wer ein in diese Kategorie eingestuftes Tier hält, muss für das erste 700 Euro im Jahr berappen und für jedes weitere noch einmal 1000 Euro. Um die Zahlungsmoral zu überprüfen, soll das Online-Meldesystem stärker abgeglichen und die Kontrollen verstärkt werden. Der Beratende Beauftragte des Landes hatte die Erhöhung gefordert.

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