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Zippendrofer Strand : Hunde und Alkohol bereiten Sorgen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Am Zippendorfer Strand achten die DRK-Badeaufseher auf die Einhaltung der Baderegeln – und haben mit einigen Problemen zu kämpfen

svz.de von
erstellt am 09.Aug.2017 | 20:45 Uhr

Feiner Sand, ein toller Blick auf die Stadt und viel Platz zum Baden – die Gründe, an den Zippendorfer Strand zu gehen, sind vielfältig. Viele Schweriner und Touristen nutzen die Möglichkeit, die wenigen Sonnenstunden des Sommers am Südufer des Schweriner Sees zu verbringen. Doch auch am Strand gibt es Regeln. Regeln, die von der Verwaltung der Stadt ausgegeben wurden. Ihre Einhaltung wird von den ehrenamtlichen Badeaufsichten des Deutschen Roten Kreuzes überwacht, was mitunter für Konflikte sorgt.

„Es nicht so, dass wir tätlich angegangen oder beschimpft werden“, sagt Jens Leupold, Geschäftsführer des Schweriner DRK-Kreisverbandes. „Doch einige Badegäste respektieren die Anweisungen unserer Badeaufsicht nicht.“ Die Lebensretter halten an der Badestelle Wache und greifen in der Not ein. Doch gleichzeitig sind sie auch dafür verantwortlich, die Badegäste auf die entsprechenden Strandregeln aufmerksam zu machen. So dürfen beispielsweise Hunde nicht mit auf den Strand genommen und kein Alkohol konsumiert werden. „Das sorgt bei einigen Gästen für Unverständnis. Aber so lauten nun einmal die Regeln“, sagt Leupold. Das Problem: Die ehrenamtlichen Aufpasser haben kein Recht, die Regeln durchzusetzen und Strafen auszusprechen, erklärt der Schweriner. „Diese Aufgabe hat das Ordnungsamt. Wenn wir die Kollegen verständigen, sind die Gäste, die gegen die Regeln verstoßen haben, schon längst weg.“

Doch nicht nur die Hunde und der Alkoholkonsum mancher Schwimmer bereiten den Bademeistern Sorgen. Neu-Schweriner, die im Zuge der Flüchtlingswelle aus Nordafrika in die Landeshauptstadt gekommen sind, brauchen die besondere Aufmerksamkeit von den Lebensrettern des Roten Kreuzes. Denn: Ein Großteil der Zuwanderer kann nicht schwimmen. „Es ist so, dass viele neue Mitbürger einfach ins Wasser springen, ohne sich der Gefahr bewusst zu sein. Sie sehen kleine Kinder im Wasser und denken, dass kann ja nicht so gefährlich sein“, erklärt Leupold. Daher hängen seit einigen Monaten die Baderegeln der Landeshauptstadt mehrsprachig an der Fassade des Aufsichtspavillons am Strand – auf Deutsch, Englisch, Russisch und Arabisch. „Die direkte Kommunikation mit den Neu-Schwerinern ist schwierig, da viele nicht fließend Deutsch sprechen. Deswegen hoffen wir, dass die arabischen Baderegeln nicht nur gelesen, sondern in Zukunft auch beachtet werden“, sagt der Schweriner DRK-Geschäftsführer.

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