steuersegen : Hunde lassen Stadtkasse klingeln

Klein aber teuer: Zahlreiche Schweriner mussten ihren Vierbeiner nachmelden und Hundesteuer zahlen.
Klein aber teuer: Zahlreiche Schweriner mussten ihren Vierbeiner nachmelden und Hundesteuer zahlen.

Überprüfungen des Kommunalen Ordnungsdienstes erfolgreich: Steuereinnahmen haben sich allein im Mai mehr als verdoppelt

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29. Juni 2015, 06:00 Uhr

Die Überprüfung der Schweriner Hundehalter kann als voller Erfolg gewertet werden. Jedenfalls zahlt sich die Aktion aus. Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow sind bereits 538 Vierbeiner zusätzlich erfasst worden, weil Hundehalter sich selbst gemeldet haben. So konnten die potenziellen Steuersünder ein drohendes Bußgeld verhindern (SVZ berichtete).

„Allein aus diesen Neuanmeldungen werden Steuermehrerträge von rund 67 400 Euro jährlich erwartet“, listet die Oberbürgermeisterin auf. „Bis zum 19. Mai konnten mit 20 300 Euro bereits deutlich mehr Einzahlungen als im ganzen Monat Mai des Vorjahres registriert werden. Damals waren es 11 900 Euro.

Vor der ersten Ankündigung über eine bevorstehende Hundezählung und Steuerprüfung waren 3017 Hunde steuerlich angemeldet. „Ausschließlich infolge der Presseberichterstattung am 7. April konnten bis zum 7. Mai dann die 538 steuerliche Neuanmeldungen – teilweise auch für Vorjahreszeiträume – erfasst werden“, berichtete die Oberbürgermeisterin den Schweriner Stadtvertretern.

Der Kommunale Ordnungsdienst hat am 5. Mai mit der Hundezählung begonnen, die dort im laufenden Geschäft miterledigt wird. Von den fast 600 zu kontrollierenden Straßen wurden bis zum 16. Mai bereits 13 Straßen in den unterschiedlichen Stadtgebieten bestreift. Die Reaktionen der Bürger waren bisher sehr unterschiedlich und reichen von positiven oder überraschten Reaktionen bis zu ablehnenden Haltungen, teilt die Verwaltungschefin mit.

Bis zum 15. Mai wurden aus diesem Verfahren 29 Feststellungen zur Prüfung an die Finanzverwaltung übergeben. Im Ergebnis waren fünf dieser Hunde steuerlich bereits erfasst. In den anderen Fällen wird laut Gramkow die Einleitung eines Bußgeldverfahrens geprüft.

Angesichts dieser Zahlen ist es kaum verwunderlich, dass die Kontrollen eifrig fortgesetzt werden. Zur Erinnerung: Die Hundesteuer wurde zu Jahresbeginn erhöht und beträgt nun für den ersten Hund 108 Euro im Jahr. Nach Erfahrung der Stadt beträgt der Anteil nicht gemeldeter Hunde 15 bis 20 Prozent.

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