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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Dezember 2017 | 03:23 Uhr

Wolfsalarm : Hund statt toter Wolf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ist es ein junger Wolf oder doch ein Hund? Pendler entdeckt an der Bundesstraße 321 ein Jungtier, das vermutlich überfahren worden ist

svz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 21:30 Uhr

Ist es ein junger Wolf oder doch ein Hund? Das tote Tier, das der Pampower Uwe Stubbe am Straßenrand der B 321 zwischen Warsow und Pampow entdeckt hatte, weist zumindest Ähnlichkeiten mit einem Wolf auf. Die Zuordnung fiel daher auch nicht leicht . Aber Dr. Norman Stier, Koordinator für Wolfsmonotoring in MV, konnte eindeutig sagen: Es ist ein Hund. Die Gewissheit rührt auch daher, weil sich inzwischen der Besitzer des Hundes gemeldet haben soll und den Kadaver fortbrachte.

Dass spekuliert worden ist, ob es sich um einen Wolf oder einen Hund handelt, kann der Wolfsexperte nachvollziehen. „Es lässt sich manchmal nicht auf Anhieb feststellen.“ Und eine Identifizierung anhand eines Fotos falle noch schwerer aus. Das Foto hatte Uwe Stubbe gemacht. Der Kraftfahrer pendelt zwischen Pampow und Hamburg und hat das tote Tier in der vorigen Woche am Straßenrand entdeckt. Erst später, als es immer noch dort lag, machte er mit seinem Handy ein Foto. Er zeigte es Jägern. Einer meinte, dass es ein Wolf sein könnte, andere wären sich unsicher gewesen, erzählt Stubbe.

Dass die Wölfe in unserem Land wieder heimisch werden, ist kein Geheimnis. Immerhin gibt es in der Lübtheener Heide schon welche mit Nachwuchs. Aber diese Welpen seien jetzt vier bis fünf Monate alt. Noch zu jung, um sich vom Rudel zu trennen, sagte ein Sprecher des Schweriner Landwirtschaftsministeriums.

Wilfried Röpert, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Ludwigslust, hält es für schwierig, anhand eines Fotos eine Tierbestimmung vorzunehmen. Eindeutig sei für ihn aber, dass das Tier nicht erschossen wurde, alles deute auf einen Verkehrsunfall. Röpert rät, in solch einem Fall sofort die Polizei oder das Ordnungsamt des Kreises zu informieren. Dann ließe sich eine Bestimmung anhand von DNA-Proben vornehmen. „Wir haben in allen Landkreisen Wolfsbeauftragte. Sie sind geschult worden und wissen, was zu machen ist“, sagt der Wittenfördener. Dr. Norman Stier hat einen weiteren Tipp: Auf der Internet-Seite wolf-mv.de gibt es Kontaktdaten zu ehrenamtlichen Wolfsbetreuern.

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