Luke Mockridge in Schwerin : Humor mit einer Prise Selbstfindung

Entspannt und ein Kind der 1990er: Luke Mockridge trifft mit seinem Comedy-Programm den Zeitgeist und bringt damit viele aus seiner Generation zum Lachen.
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Entspannt und ein Kind der 1990er: Luke Mockridge trifft mit seinem Comedy-Programm den Zeitgeist und bringt damit viele aus seiner Generation zum Lachen.

Comedian Luke Mockridge gastiert am 21. Mai in der Sport- und Kongresshalle und sprach vorab mit SVZ über sein neues Programm und seine Generation

svz.de von
16. Mai 2017, 08:00 Uhr

Mit seinem ersten Programm „I’m lucky, I’m Luke“ hat er sich einen Namen in der Comedy-Szene gemacht. Im Fernsehen moderiert er mittlerweile zwei eigene Shows, er hatte Gastauftritte bei Stefan Raabs „TV total“, und auch bei im Internet-Portal „YouTube“ ist er ein Begriff. Der Rede ist von Luke Mockridge. Am kommenden Sonntag, 21. Mai, tritt der Comedian mit seinem neuen Programm „Lucky Man“ in der Sport- und Kongresshalle auf. Der 28-Jährige zweifache Comedypreis-Träger ist nicht nur vielseitig begabt, sondern reflektiert im Interview mit SVZ-Redakteurin Sarah Langemeyer seine Generation – und das durchaus kritisch.

Sie moderieren, schauspielern, können singen und bringen Leute zum Lachen: In Ihrem Programm „Lucky Man“ geht es um Selbstfindung. Wie schwierig war es für Luke Mockridge, seinen Weg zu finden?

Wir leben einfach in einer Welt, in der es sehr viele Möglichkeiten gibt. Wir könnten alles werden, ich könnte morgen auch ein Start-up-Unternehmen gründen und versuchen, Milliardär zu werden. Irgendwie ist es manchmal wie eine Zuckerwatte-Welt. Da ist es schwierig, den Ernst des Lebens zu finden. Ich wusste im Grunde bereits mit acht Jahren, dass ich auf die Bühne wollte.

Bedeutet: Sie sind glücklich in Ihrem Job?

Im Grunde musst du beruflich das finden, was du liebst. Dann ist die Arbeit auch kein Stress. Bei mir ist das so. Ich liebe meinen Job, arbeite mit Freunden zusammen. Das ist ein großer Segen.

Auf Ihrem Instagram-Account sind Bilder, die Sie oft mit Ihrem Vater, Bill Mockridge, oder auch mit einem Ihrer fünf Brüder zeigen. Was bedeutet Familie für Sie?

Familienmitglieder sind für mich Freunde, die du dir nicht aussuchen kannst (lacht). Ich habe ja eine sehr große Familie und bin in einem musisch-künstlerischen Haushalt aufgewachsen mit katholischem Nährboden. Diese Erziehung meiner Eltern erdet mich. Und auch meine fünf Brüder sorgen immer dafür, dass ich nicht abhebe. Außerdem habe ich noch viele Freunde von früher.

Findet Ihre Familie Sie eigentlich lustig?

Ja, ich glaube schon. Für die bin ich immer noch der lustige Luki. Obwohl ich meinen Bruder Liam viel witziger finde als mich.

Fünf Brüder, das ist bestimmt nicht immer einfach. Hätten Sie gerne eine Schwester gehabt?

Ach, meine Brüder sind ganz okay (lacht). Aber eine kleine Prinzessin in unserem Haushalt wäre auch cool gewesen. Besonders, wenn ihr Freund das erste Mal zum Vorsprechen nach Hause gekommen wäre und fünf Schränke sie begrüßt hätten (lacht).

Humor, was bedeutet er für Sie?

Mit Humor solltest du dich wohlfühlen. Wenn du auf der Bühne stehst, musst du dich manchmal aus deiner Komfortzone bewegen. Gutem Humor sollte man sich hingeben. Für einen Comedian ist es eine Herausforderung, das Gefühl zu vermitteln, es wird lustig. Für mich war Thomas Gottschalk mit „Wetten dass..?“ immer einer, der es geschafft hat, bei seinen Shows zu vermitteln, dass er alles im Griff hat.

Am 21. Mai treten Sie in der Sport- und Kongresshalle auf. Waren Sie schon einmal in Schwerin, und was verbinden Sie mit der Stadt?

Schwerin wird im Vergleich zu anderen Landeshauptstädten ja oft vernachlässigt. Ich war schon einmal in Schwerin, da fand ich es fantastisch. Die Landschaft hat mich beeindruckt und an Kanada erinnert.

Viel Lob für die Stadt. Wie muss denn für Sie das perfekte Publikum sein?

Die Zuschauer müssen Bock auf Lustiges haben. Am besten wäre es, wenn sie mitsingen und mitgehen.

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