Stern Buchholz : Hüpfburg für geflohene Kinder

Gleich in Beschlag genommen: Den Kindern gefiel die Hüpfburg auf Anhieb.
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Gleich in Beschlag genommen: Den Kindern gefiel die Hüpfburg auf Anhieb.

Flüchtlingshilfe verschönert den Alltag in Stern Buchholz

svz.de von
30. November 2015, 00:36 Uhr

„Wir freuen uns sehr über das Geschenk“, sagte Claus Oellerking, Sprecher der Flüchtlingshilfe Schwerin am Sonnabend. Denn: Die Initiative hat vom Familienbetreuungszentrum der Bundeswehr eine Hüpfburg übergeben bekommen. Fünf mal fünf Meter ist sie groß. Und sie wurde natürlich gleich von den Kindern in Stern Buchholz ausprobiert. Insgesamt leben im Erstaufnahmelager nun 750 Asylbewerber, darunter 150 Kinder. 85 Prozent kommen aus Syrien. Aber auch Männer und Frauen aus Osteuropa leben in den Blocks auf dem ehemaligen Kasernengelände.

„Es gibt heute aber noch mehr für die Kleinen“, freute sich Oellerking. Einen Weihnachtsmann. Eine Bastelecke. Plätzchen verzieren. Waffeln backen. Und die Puppenbühne der Polizei. Etwa 45 Helfer waren vor Ort. „Sonst wäre diese Weihnachtsfeier gar nicht möglich“, erklärte Oellerking. Und diese Feier ist natürlich nicht alles. Mehr als 1000 Freiwillige helfen momentan bei der Versorgung und Unterstützung der Flüchtlinge. Denn: Die Flüchtlingshilfe Schwerin betreut fünf Welcome-Cafés, Deutsch-Kurse, Nachhilfekurse für schulpflichtige Kinder, unterstützt die Kleiderkammer, organisiert Benefizkonzerte, Basare und akquiriert Sach- und Geldspenden. „Die Bereitschaft der Leute zu helfen, bereitet mir Gänsehaut“, so Oellerking mit einem sanften Gesichtsausdruck.

Eigentlich wollten Claus Oellerking und seine Mitstreiter gar nicht in die Öffentlichkeit. „Es geht uns darum zu helfen – im Stillen.“ Aber da die Demonstrationen der Alternative für Deutschland und MV-Gida oft Thema in den Medien sind, wäre es nun auch mal an der Zeit zu erwähnen, was die Fülle der Ehrenamtlichen wirklich leistet. „Jung bis Alt. Vom Hartz-IV-Empfänger bis zum Rechtsanwalt. Die Hilfsbereitschaft der Leute reißt nicht ab“, erklärte der Sprecher der Initiative.

Und die neuste Idee: „Wir planen zusammen mit dem Nahverkehr Schwerin eine Aktion“, beschrieb Ollerking. Auf den Monitoren in den Bahnen und Bussen der Stadt werde der Nahverkehr einen Aufruf für Spenden starten. „Und dann können die Flüchtlinge mit Fahrkarten versorgt werden.“

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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