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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 04:32 Uhr

Unglaublich : Hortplatz-Zahl bleibt ungewiss

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtspitze sucht weiter nach Fördermöglichkeiten für Erweiterung für Heine- und Friedensschule / Eltern im Unklaren

von
erstellt am 04.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Die dramatische Einschulungsplatz- und Hortplatzsuche aus dem vergangenen Jahr droht sich in diesem zu wiederholen. Viele Eltern wünschen sich einen Platz für ihre Kinder in der Innenstadt – viel mehr als es Kapazität gibt. Zwar hatten Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) und Schuldezernent Dieter Niesen (SPD) im vergangenen Jahr Besserung gelobt, als erst im letzten Moment Lösungen für die Abc-Schützen und ihre Eltern gefunden werden konnten, die in die besonders nachgefragten Heinrich-Heine-Schule, Friedensschule und Fritz-Reuter-Schule gedrängt hatten (SVZ berichtete). Als Lösung präsentierte die Stadtspitze potenzielle neue Horträume für die Heineschule in der Werderstraße und für die Friedensschule. Doch beide müssen erst umgebaut werden, was die Stadt aus eigener Kraft nicht leisten kann.

Nach SVZ-Informationen gab es zwischenzeitlich zumindest aus dem Wirtschaftsministerium eine Absage für den Bau des Heinehortes. Laut Schulplanung agiert die Heineschule nämlich zweizügig. Und dafür reiche schließlich die bestehende Hortkapazität aus, so das stichhaltige Argument aus dem Ministerium. Dass dort längst drei erste Klassen eingeschult werden und perspektivisch vielleicht sogar vier, spiegelt sich in der städtischen Planung nämlich nicht wider. Jetzt versucht die Stadtspitze nach SVZ-Recherchen offensichtlich, andere Fördertöpfe anderer Ministerien anzugehen. Von einer „interministeriellen Arbeitsgruppe“ ist sogar die Rede. Ob und wann das zu Fördergeldern und zu neuen Hortplätzen führt, ist allerdings völlig offen.

Auf der Strecke bleiben dabei die Eltern und die Kinder. „Seit Oktober letzten Jahres geht es immer wieder hin und her. Mal wird der Hort gebaut, mal auch wieder nicht. Solange diese Entscheidung aber nicht endgültig gefallen ist, kann das neue Schuljahr nicht geplant werden“, sagt Mandy Pfeifer, Elternvertreterin in der Schulkonferenz. „Wie viele Klassen können eingeschult werden? Wie wird die Hortbetreuung künftig aussehen? Was wird aus der Innenraumsanierung der Heineschule? Das sind Fragen, die vor allen Dingen auch die Eltern bewegen.“ Die Fragen der Schule müssen beantwortet werden, fordert die Elternvertreterin. Von der Antwort auf die Frage, ob zwei oder drei erste Klassen eingeschult werden, ist abhängig, wie es mit der Hortbetreuung an der Heineschule weitergeht. „Es wird Zeit, dass endlich eine Situation geschaffen wird, mit der wir weiterarbeiten können“, sagt Mandy Pfeifer.

„Den Eltern muss in Sachen Hortbetreuung Sicherheit gegeben werden. Statt sie bei ihrer Suche nach Hortplätzen vor den Kopf zu stoßen, müssen den Eltern wohnortnahe Betreuungsplätze für ihre Kinder angeboten werden“, so Edda Rakette, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Stadtfraktion. „Ein neuer Hort für die Heineschule wird gebraucht. Ich hoffe, dass die Gespräche zwischen Stadt und Land schnell und erfolgreich abgeschlossen werden.“

Bis dahin bleibt ungewiss, wie viele Erstklässler an welcher Innenstadtschule eingeschult werden.

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