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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 07:25 Uhr

Waldarbeiten : Holzeinschlag am Pinnower See

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Während der Fällarbeiten wird der Uferweg aus Sicherheitsgründen für Wanderer und Radfahrer voll gesperrt

von
erstellt am 26.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Im Wald am Westufer des Pinnower Sees wird Anfang November begonnen, in größerem Umfang Holz einzuschlagen. Auf der rund 30 Hektar großen Fläche stehen in erster Linie Buchen, aber auch einige andere Laubbäume wie Erle, Bergahorn, Ulme und Esche. Die stämmigen und hoch gewachsenen Buchen sind an die 140 Jahre alt – und damit erntereif, erzählt Michael Funk. Er ist Direktor der Herzog von Ratibor’schen Generalverwaltung in Höxter, Weserbergland. Die Verwaltung ist als Dienstleister auch für den Forstbetrieb von Donata Herzogin zu Mecklenburg von Solodkoff zuständig. Der Wald, der hier insgesamt 80 Hektar groß ist, gehört ihr. Vor Ort betreut Revierförster Rico Neumann den Privatwald.

„Wir ernten alte, einzelne Bäume, damit die jungen besser nachwachsen können. Denn diese stehen schon in den Startlöchern. So schaffen wir Raum für eine neue Waldgeneration“, erläutert Michael Funk. Die heranwachsenden jungen Bäume seien 10 bis 15 Jahre alt und bräuchten jetzt mehr Platz und mehr Licht. So verjünge sich der Wald auf natürliche Weise. Das habe wesentliche Vorteile. Zum einem kämen die Bäume mit diesem Standort schon mal gut zurecht. Zum anderem müsse unter dem Altbestand nicht aufgeforstet werden, was zusätzlich mit Kosten verbunden wäre, erläutert Funk.

Entnommen werden die erntereifen Bäume jetzt, bevor sie an Wert verlieren. Mit dem Holzeinschlag selbst wird ein forstwirtschaftliches Lohnunternehmen aus Brüel beauftragt. Schwere Technik, wie etwa ein Harvester, kommt hier nicht zum Einsatz. Die schwierige Hanglage gibt das nicht her, sagt Revierförster Rico Neumann. Die Bäume werden mit Motorkettensägen abgenommen.

Der Holzeinschlag ist eine gefährliche Arbeit, betont Michael Funk. Die Forstwirte müssen schauen, in welche Richtung die Bäume fallen. Erschwerend kommt die Hanglage hinzu. Michael Funk: „Die steilen Uferhänge am See sind stark rutschgefährdet.“

Aus diesen Gründen haben während der Fällarbeiten Spaziergänger und Mountainbiker nichts in diesem Wald zu suchen. Das Betreten ist generell untersagt. Der Uferweg am Pinnower See wird voll gesperrt, auch „Der Steinerne Tisch“ ist dann nicht erreichbar. Die Sperrung sollte zur eigenen Sicherheit unbedingt beachtet werden, betont Michael Funk.

Während des Holzeinschlags fahren Transportfahrzeuge auf den Waldwegen, dadurch werden sich diese verschlechtern. Sobald das Holz abgefahren ist, das soll zeitnah erfolgen, werden die Wege wieder hergerichtet, erklärt der Revierförster.

Das Holz wird an Kunden in Mecklenburg verkauft. Das Stammholz soll in einem Sägewerk aufbereitet werden und ist für die Möbelindustrie bestimmt, das andere Holz wird als Industrieholz genutzt. Der Holzeinschlag werde mehrere Wochen dauern, erklärt Rico Neumann, sei aber immer auch vom Wetter abhängig.


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