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Cambser Schüler werden Radiomacher : Hörspielkrimi an Cambser Schule

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neuntklässler vom Schülerradio-Kurs nehmen mit Hilfe von NDR-Profis das Stück „ABCDE und ich“ auf

von
erstellt am 10.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Diesen Unterrichtstag mit den Radiomachern vom NDR-Hörfunk aus Hamburg haben die Cambser Neuntklässler gewonnen. Die 15 Schüler aus dem Wahlpflichtkurs Schülerradio nahmen mit Regisseur Claudio Campagna und Techniker Alexander Gerhardt das Hörspiel „ABCDE und ich“ von Susanne Amatosero auf.

Seit Ende 2015 läuft die zweite Staffel des Unterrichtsprojektes „Hörspiel in der Schule“ in ganz Norddeutschland. Mehr als 700 Anfragen gingen in Hamburg ein. Da nur 100 Bewerber zum Zuge kommen konnten, musste gelost werden.

„Wir sind natürlich froh und stolz, dass der NDR zu uns gekommen ist“, sagt Dirk Schlagowsky. Der 52-jährige Lehrer unterrichtet an der Regionalen Schule Physik und Sozialkunde, betreut zudem den Wahlpflichtkurs Schülerradio. „Die Idee, an dem Hörspiel-Projekt mitzumachen, stammt schon von unseren Vorgängern“, erzählt Schüler Tobias Cords. „Wir haben es dann einfach gemacht – und Glück gehabt.“ Der 17-Jährige ist bei den Hörspiel-Aufnahmen als Techniker aktiv. Da gehört mehr dazu, als den Mitschülern das Mikrofon im richtigen Abstand vor den Mund zu halten. Nebengeräusche darf es nicht geben. Zugleich achtet Tobias Cords darauf, dass der Text sicher und flüssig vorgetragen wird, die Sprecher die gewünschte Tonlage treffen. Über den Kopfhörer hört er das alles genau. Seine Mitschüler können das ebenfalls hören und bestens nachvollziehen, wenn sie bei Alexander Gerhardt am Mischpult stehen. Dort werden die anderen Elemente hinzugefügt. Denn zu einem Hörspiel gehören nicht nur Textpassagen, sondern auch Geräusche und Musik.

Zuvor haben die Neuntklässler das Sprechen für eine Hörspiel-Aufnahme eingeübt. „Die Schüler lernen, die Sprache entsprechend der gewünschten Stimmung einzusetzen“, erläutert Claudio Campagna. Das Knarzen der Treppe oder das Heulen des Windes kommen heutzutage per Computer hinzu. Doch Campagna erklärte den Cambser Schülern auch, wie die Geräusche im „vordigitalen“ Zeitalter gemacht wurden. Dazu hatte er eine Windmaschine mitgebracht. Romantisch wird es dank der Musik, obwohl natürlich auch dramatische oder Angst einflößende Melodien eingespielt werden können. Das dient nicht nur zum Aufbau einer bestimmten Stimmung, sondern auch zur Charakterisierung einzelner Personen.

Über seine Cambser Schüler äußert sich Claudio Campagna lobend: „Am Anfang waren sie ein bisschen schüchtern“, erzählt der Radiomann. „Vor allem ist zu merken, dass hier eine Menge Vorkenntnisse da sind.“

Die jetzigen Neuntklässler sind auch schon länger als ein Jahr beim Schülerradio dabei. „Wir bieten diesen Wahlpflichtunterricht an, damit sich unsere Schüler mehr mit Medien befassen und auseinandersetzen“, erläutert Schlagowsky. „Denn zu einem offenen Umgang mit Informationen gehört auch, diese zu hinterfragen und zu bewerten.“

Das machen die 15 Schüler aus dem Wahlpflichtkurs nicht nur in ihrem Studio. Neben den schulinternen Durchsagen zu Unterrichtsausfall und -vertretung, zu gesuchten oder vermissten Dingen gibt es thematische Sendungen. „Da nehmen wir auch Themen auf, über die wir im Sachkundeunterricht gesprochen haben“, erzählt Sina Hellmund. So stellte das Team vom Schülerradio beispielsweise seine Sicht auf die Flüchtlingsproblematik und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten dar.

Die Hörspiel-Produktion geht darüber aber weit hinaus. Nach den Aufnahmen in Cambs ist die aber noch nicht fertig. „Wir werden eine gute Woche brauchen, bis sie ins Netz gestellt wird“, erläutert Campagna. Übers Internet kann die Fassung von
„ABCDE und ich“, an der die Cambser Schüler mitgearbeitet haben, dann gehört werden.

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