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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. Oktober 2017 | 06:49 Uhr

Auch das Noch : Höhere Preise jetzt auch in Mueß

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zum 1. April sollen die Eintrittskarten für das Freilichtmuseum um mehr als 40 Prozent teurer werden

von
erstellt am 10.Feb.2015 | 11:00 Uhr

Die Stadt dreht erneut an der Preisschraube. Nach höheren Eintrittsgeldern für die Schwimmhalle, höheren Steuern, höheren Fahrpreisen für Busse und Straßenbahnen ist nun das Freilichtmuseum in Mueß dran. Dessen Chefin Gesine Kröhnert hat eine neue „Entgeltordnung des Freilichtmuseums für Volkskunde Schwerin“ erarbeitet, die jetzt erstmals im Hauptausschuss der Stadtvertretung diskutiert wird.

Die normale Eintrittskarte für das Freilichtmuseum kostet derzeit 3,50 Euro. Ab dem 1. April sollen es fünf Euro sein – eine satte Steigerung um mehr als 40 Prozent. Ermäßigte Tickets sollen statt bisher 2,50 demnächst 3,50 Euro kosten.

Für Kinder soll es dagegen günstiger werden. Musste für sie bis zum sechsten Lebensjahr bisher ein Euro bezahlt werden, so soll der Eintritt für die Kleinsten in Zukunft frei sein. Vom siebten bis zum 17. Lebensjahr sind es jetzt 2,50 Euro – demnächst sollen es nur noch zwei Euro sein. Und auch Führungen für Besuchergruppen und für Schulklassen sollen teurer werden.

Neu eingeführt wird eine Saisonkarte für Einzelpersonen, Paare und Familien. Wer das Museumscafé mieten möchte, soll in Kürze 25 Euro pro Stunde bezahlen, statt bisher pauschal 75 Euro. Und ganz neu im Angebot ist die Vermietung der Diele des so genannten Marckschen Hauses für 50 Euro pro Stunde.

Den Bürgern verkauft werden die neuen Preise von Gesine Kröhnert als familienfreundlich. „Die Landeshauptstadt Schwerin bietet sozial Benachteiligten, die die Schwerin-Card nutzen, eine attraktive Ermäßigung. Die Einführung einer Saisonkarte bietet eine kostengünstige Möglichkeit für Einzelpersonen, Paare und Familien, die museale Einrichtung mehrfach in der Saison zu besuchen.“

Zur Begründung der neuen Preise heißt es: „Die Erhöhung der Entgelte ist aufgrund der finanziellen Situation der Landeshauptstadt erforderlich.“ Immerhin sind die Preise des Mueßer Museums seit 2007 unverändert. Allerdings: Selbst die Mitarbeiter des Freilichtmuseums sind mit den neuen Eintrittspreisen unglücklich. „Wir treten seit Jahren auf der Stelle und sollen jetzt die Tickets teurer machen“, sagt Volker Janke. „Das kann man sehr schlecht kommunizieren.“ Das Problem: Schon vor Jahren haben die Stadtvertreter ein neues Konzept für das Volkskundemuseum beschlossen. Umgesetzt wurde davon bisher so gut wie nichts. „Wir sind immer noch in der Planungsphase“, sagt Janke. „Alles, was wir machen wollen, geht nur mit Geld.“ Das ist aber nicht da.

Zur Verbesserung der Finanzlage Schwerins hatte der Beratende Beauftragte gefordert, dass die Einnahmen erhöht und die Ausgaben gesenkt werden. Er verlangte deshalb, dass das Freilichtmuseum Mueß mit dem Schleswig-Holstein-Haus zusammengelegt wird, um Kosten zu senken. Das aber haben die Stadtvertreter als nicht machbar abgelehnt. Bleibt die Einnahmeseite. Deshalb jetzt die Erhöhung der Eintrittspreise.

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