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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. Oktober 2017 | 21:39 Uhr

Schweriner Vermieter : Höhere Mieten bei der WGS

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Was kommt 2017 auf die Mieter in Schwerin zu? Die stadteigene Wohnungsgesellschaft hat wenig Spielraum für Neues

von
erstellt am 10.Jan.2017 | 05:00 Uhr

In der Landeshauptstadt wird zwar so viel gebaut, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Doch es entstehen vor allem Eigentumswohnungen. Die meisten Schweriner sind jedoch Mieter. Was kommt auf sie in diesem Jahr zu? Welche der großen Vermieter modernisiert, baut neu, erhöht die Mieten? In dieser Woche stellt SVZ die Vorhaben der großen Unternehmen vor.

Mit mehr als 10 000 Wohnungen ist die Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) der größte Vermieter in der Landeshauptstadt. Nach dem beschlossenen Unternehmensentwicklungskonzept gibt es für die Mieter vorerst „keine massiven Veränderungen sondern die konsequente Pflege und Verbesserung der WGS-Bestände“. Der Grund ist einfach: 25 Jahre nach seiner Gründung ist das Unternehmen mit mehr als 230 Millionen Euro verschuldet. Da sind keine großen Sprünge möglich.

Neu bauen wird die WGS in diesem Jahr nicht. Größtes Vorhaben ist die Modernisierung eines Blocks in der Neubrandenburger Straße (SVZ berichtete). Und das Hochhaus in der Rahlstedter Straße wird fertig gestellt – inklusive der Außenanlagen. Allerdings: Wegen statischer Probleme wird die Modernisierung hier fast sechs Millionen Euro teurer als geplant.

Für die letzten Mieter in den Hochhäusern Eutiner und Plöner Straße werden noch Ersatzwohnungen gesucht. Denn noch in diesem Jahr soll der Abriss beginnen. Zunächst jedoch nicht sichtbar. Die Häuser müssen als erstes entkernt werden – sortenrein. Das bedeutet einen erheblichen Aufwand, denn Kupferkabel, Stahlrohre, Holz – alles muss getrennt ausgebaut und entsorgt werden.

Auch im Plattenbaugebiet Krebsförden wird sich etwas tun. Es entstehen ein Spielplatz und ein Grillplatz, die Feuerwehrzufahrten werden neu geordnet.

Für die WGS-Blöcke in der Anne-Frank-Straße beginnt die Modernisierungsplanung. Eventuell werden, abhängig von einer Förderung, Fahrstühle eingebaut. „Da das Anne-Frank-Karree neu gebaut wird, ist es sinnvoll, wenn wir auch etwas tun“, sagt WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig.

Thema bei der städtischen Wohnungsgesellschaft sind in diesem Jahr nach langer Zeit auch Mieterhöhungen. „In drei Jahren sollen die Gesamtmieteinnahmen um ein Prozent steigen“, sagt Köchig. Das betrifft nicht nur Neumieter. „Wir werden uns am Schweriner Mietspiegel orientieren.“ Bei Mieterhöhungen will die WGS „mit Sicherheit nicht Vorreiter in der Stadt“ sein.

Derzeit beträgt die Durchschnittsmiete bei der kommunalen Wohnungsgesellschaft 4,86 Euro und liegt damit genau bei dem Satz, den Hartz-IV-Empfänger für die Kosten der Unterkunft bekommen. Es gibt derzeit aber auch WGS-Wohnungen, für die nur 3,30 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden muss.

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