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Schweriner Unternehmen : Höchste Präzision aus Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Firma PTS Precision erweitert ihren Produktionsstandort und investiert zwei Millionen Euro in den Maschinenpark

von
erstellt am 24.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Der Schweriner Industriepark in den Göhrener Tannen boomt. Neben Neuansiedlungen wie die Firma Zim-Flugsitze wachsen auch die dort ansässigen Betriebe und bauen an und aus wie beispielsweise Flamm Aerotech, Nestlé oder PTS Precision. Die Metallbaufirma investiert gerade rund zwei Millionen Euro in den Ausbau ihres Maschinenparks. So können jetzt mehr als 200 000 Bauteile pro Woche von den Bändern laufen.

„Unsere Kunden schätzen das Gütesiegel ,Made in Germany‘, denn bei unseren Produkten ist höchste Präzision gefragt“, sagt Betriebsleiter Andreas Grenzinger. „Jedes einzelne Werkstück, das bei uns vom Band läuft, wird kontrolliert“, betont er. Schon kleinste Abweichungen von der Norm werden aussortiert. Und mit „kleinste“ meint er wirklich winzig. „Die Toleranzgrenze liegt bei 12 Mikrometer. Zum Vergleich: Ein Haar ist etwa 60 Mikrometer dick.“ Hundertprozentige Qualitätskontrolle gehöre zu den Markenzeichen der Firma.

Doch ist das wirklich nötig? Zu den Erzeugnissen von PTS Precision gehören zum Beispiel Pumpenzylinder für Öldruckpumpen. Ist ein Zylinder verstopft, zum Beispiel durch einen Metallspan, kann er nicht mehr einwandfrei seine Aufgabe erfüllen. Oder wenn es Abweichungen bei Getriebeschnecken etwa für Auto-Fensterheber, elektrische Sitz- oder Spiegelverstellungen geben würde, könnten diese Bauteile ihre Funktion nicht mehr reibungslos erfüllen. Deshalb darf auch kein Stück runterfallen oder sich an anderen stoßen. Um das zu sichern, werden Industrieroboter eingesetzt. Mehrachsig gelagerte Greifarme sortieren die Erzeugnisse in stoßgesicherte Paletten, transportieren sie durch die Qualitätsprüfung bis hin zur Transportverpackung.

„Die Auftragslage ist ausgezeichnet, deshalb wollen wir unsere Produktion erweitern“, sagt Hans Capellmann, Geschäftsführer und Inhaber von PTS. Deshalb hat er knapp zwei Millionen Euro investiert und sieben neue CNC-Langdrehmaschinen der neuesten Generation aus Japan und eine optische Messmaschine neu angeschafft. Fünf zusätzliche Arbeitsplätze sind dadurch entstanden. „Wir haben dafür gute Leute gefunden, werden aber in diesem Jahr auch mit der Lehrlingsausbildung beginnen“, sagt Betriebsleiter Grenzinger. Denn die Zeichen stehen auf Wachstum.

Platz dafür hat PTS noch. Bereits im vergangenen Jahr wurden Produktions- und Lagerflächen um 1800 Quadratmeter auf jetzt 3800 Quadratmeter erweitert. Zudem kamen neue technologische Stufen hinzu, etwa eine Spezialreinigung der Erzeugnisse, damit sie von von Ölresten befreit werden. Sortier- und Verpackungsautomaten machen die Zu- und Auslieferungsprozesse effizienter. Und selbst mit dem Abfall wird noch Geld verdient. Mit Zentrifugen werden die Messingspäne von Öl befreit und dann verkauft. Das Öl wiederum wird gereinigt und fließt zurück in den Produktionsprozess.

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