zur Navigation springen

Sanierung in Schwerin : Hochhaus wird sicherer und schöner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

WGS saniert Zehngeschosser in der Rahlstedter Straße – Gebäude erhält verbesserten Brandschutz und neue Fassade

von
erstellt am 20.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Hans Gehrke atmet auf. „Endlich geht es los. Irgendetwas musste ja passieren“, sagte der Lankower gestern. Seit 18 Jahren wohnt er im Hochhaus in der Rahlstedter Straße. Die Flure, der Eingangsbereich, das Lüftungssystem – überall im Gebäude gäbe es etwas zu tun – dringend, erklärte Gehrke. Nun rücken die Handwerker an. Und darüber freut sich nicht nur Hans Gehrke. Mehr als 200 Gäste kamen zur großen Party, mit der die Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) gestern den Baustart feierte.

„Ich freue mich, dass so viele Menschen zu unserer Feier gekommen sind“, sagte WGS-Geschäftsführer Thomas Köchig. 5,2 Millionen Euro werde die geplante Sanierung des Zehngeschossers in der Rahlstedter Straße kosten, kündigte er an. Mit einer guten halben Million Euro beteilige sich das Land an den Ausgaben für einen neuen Fahrstuhl, der nicht nur einen barrierefreien Zugang zu allen Etagen ermögliche, sondern auch im Brandfall genutzt werden könne, so Köchig. Überhaupt spiele die Verbesserung des Brandschutzes bei den Arbeiten in dem Hochhaus von 1967 eine zentrale Rolle.

Freuen dürfen sich die 380 Mieter im Block aber unter anderem auch auf einen veränderten Eingangsbereich, neu gestaltete Flure und neue Heizungen in ihren Bädern, wie Architekt Roland Schulz erläuterte. 24 Gewerke werden insgesamt in der Rahlstedter Straße tätig sein.

Tatsächlich sind die ersten Handwerker auch schon vor Ort, bereiten die geplanten Arbeiten vor. Ende des Monats werde dann mit der Sanierung begonnen, sagte Projektleiterin Petra Tolksdorf. Bis Weihnachten sollen alle grundlegenden Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Im Frühjahr 2017 würden noch die Außenanlagen hergerichtet, so Tolksdorf. Während der gesamten Bauphase könnten die Mieter in ihren Wohnungen bleiben.

Ein ehrgeiziger Plan. Kein Wunder, dass Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow gestern voll des Lobes war. Die WGS löse mit der Sanierung ihr Versprechen ein, den Mietern angenehmen, sicheren und bezahlbaren Wohnraum zu bieten. „Das erwarten wir von einer kommunalen Wohnungsgesellschaft“, betonte Gramkow. Anerkennende Worte gab es auch vom Ortsbeirat. „Wir freuen uns, dass sich im Hochhaus endlich etwas tun“, sagte Mitglied Michael Bremer, begrüßte vor allem den Bau des neuen modernen Fahrstuhls.

Von den derzeit vier alten Fahrstühlen blieben nach dem Umbau zwei erhalten, sagte WGS-Chef Köchig. Mit dem neuen Lift werde es somit insgesamt drei Fahrstühle im Gebäude geben. Wie die Fassade des Hochhauses künftig aussehen soll, darüber könnten die Mieter noch bis Sonntag auf der Facebook-Seite der WGS mit abstimmen, so der Geschäftsführer.

Während der Zehngeschosser in der Rahlstedter Straße also eine Zukunft hat, ist der Abriss der Hochhäuser in der Eutiner und der Plöner Straße laut Köchig beschlossene Sache. Hoffnung habe er nach Gesprächen mit dem Land aber wieder für das Haus in der Julius-Polentz-Straße. „Für eine endgültige Aussage ist er aber noch zu früh“, sagte der WGS-Chef.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen