Schwerin : Hochhaus: Politik gibt grünes Licht

So soll der Zehngeschosser  aussehen. Der   Hauptausschuss hat dem Aufstellungsbeschluss  für  den B-Plan für das Areal zugestimmt.  Grafik: imeg
So soll der Zehngeschosser aussehen. Der Hauptausschuss hat dem Aufstellungsbeschluss für den B-Plan für das Areal zugestimmt.

Hauptausschuss stimmt für Baupläne am Ziegelsee - Stadtvertretung will aber in allen Details mitreden

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27. März 2014, 12:00 Uhr

Obwohl die Umwelt- und die Bauexperten der Stadtvertretung den 33 Meter hohen Neubau eines Zehngeschossers am Ziegelinnensee abgelehnt haben, hat der Hauptausschuss jetzt grünes Licht für den Bebauungsplan gegeben. Allerdings ist der Bau in den Details längst nicht beschlossene Sache. Vielmehr wolle die Stadtvertretung als Herr des Verfahrens weiter mitreden. So sei auch noch nicht klar, wie viele Geschosse der Neubau tatsächlich haben wird. Dennoch: Bauausschussvorsitzender Dr. Hagen Brauer (CDU) hält das Vorhaben für „eine städtebauliche Fehlentscheidung“.

Während dagegen die Junge Union das positive Votum der Politik begrüßte – „Besonders junge Familien sehnen sich nach Immobilien mit Vorstadtflair. Für das Wachstum unserer Stadt ist es daher unerlässlich, den nachgefragten Wohnraum auch anzubieten“, so Kreisvorsitzender Georg Kleinfeld – will die gerade erst gegründete Bürgerinitiative weiter gegen den Hochbau angehen. „Grundsätzlich begrüßen wir es, dass am Ziegelsee etwas passiert. Schwerin kann neue, hochwertige Wohngebiete gut gebrauchen und heißt Neubürger herzlich willkommen. Ausgerechnet ein Hochhaus halten wir aber an diesem sensiblen Standort für falsch“, sagt Sprecher Wolfgang Bock. Blickbeziehungen würden gestört, und der Luftaustausch werde stark behindert. Mehr als 40 Bäume müssten fallen. „Dass gleich zu unserem ersten Treffen Vertreter von SPD, CDU und Grünen gekommen sind, zeigt deutlich, dass das Problem parteiübergreifend wahrgenommen wird.“ Die Bürgerinitiative trifft sich erneut am 7. April, 20 Uhr, im Speicher-Hotel.

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