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Bahnübergang Medewege : Hochbrücke bis Jahresende fertig

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bauarbeiten am Bahnübergang bei Medewege kommen schnell voran, alter Übergang zum Gutshof bleibt erhalten

von
erstellt am 18.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Autofahrer können das Wachsen der neuen Brücke über die Bahntrasse auf der B 104 zwischen Schwerin und Kirch Stück täglich beobachten. 7,5 Millionen Euro kostet das Gesamtvorhaben, es wird zu je einem Drittel bezahlt von der DB Netz AG, der SBV und dem Staat. Die Arbeiten liegen gut im Plan, schon im Dezember soll die Brücke für den Verkehr freigegeben werden, erklärt das Infrastruktur-Ministerium auf SVZ-Anfrage. Für die Nutzer der B 104 bedeutet das: kein Warten mehr am beschrankten Bahnübergang auf der viel befahrenen Strecke Richtung Ostsee. Für die Züge heißt es: Sie können mit Tempo 160 auf diesem Teilstück fahren und erreichen ihre Ziele in Bad Kleinen, Wismar und Rostock schneller. Der Bahnübergang in Groß Medewege bleibt wie gehabt erhalten. Die Idee, ihn komplett zu schließen, ist mittlerweile vom Tisch. Hier befänden sich die Züge bereits im Einbremsungsbereich des Hauptbahnhofs, heißt es. Der Verkehr zum Biohof und zum Kindergarten kann wie gewohnt fließen. An der Baustelle selbst gibt es kaum Behinderungen. Auf der zweispurigen Umleitung rollt der Verkehr ein wenig langsamer, aber reibungslos. Auch wenn die Brücke fertig ist, soll dieser Weg erhalten bleiben, so das Ministerium, und zwar als Weg zum Widerlager und als Wirtschaftsweg für die Landwirtschaft. Das Bauwerk selbst ist eine so genannte Dreifeldbrücke aus Spannbeton. Der Straßenanschluss erfolgt über einen Damm, der an seiner höchsten Stelle neun Meter misst. Die Gesamtlänge der Baustrecke beträgt einen Kilometer.

„Voraussetzung waren Umbaumaßnahmen an der Bahnstrecke“, so das Ministerium. „ Es wurden bahnparallele Kabel verlegt und die Oberleitungsanlage abgesenkt. Nach der Verschwenkung des Verkehrs auf die Brücke sind weitere Arbeiten an der Bahnstrecke erforderlich.“ Beispielsweise werde die Oberleitung auf das Profil „freie Strecke“ umgebaut. Nach dem Umbau der Bahnanlage und dem Rückbau des Übergangs werden die nicht mehr benötigten Teile der B 104 beseitigt. Danach beginnen Pflanzungen.

Das Straßenbauamt hat Tempo gemacht: Start der vorbereitenden Maßnahmen war im Oktober 2016, im Dezember dieses Jahres soll das Projekt abgeschlossen sein.


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