Plate feiert 825 Jahre : Historisches entlang der Störstraße

Cornelia Dührsen hat die Infotafeln an die Zäune geheftet.
Cornelia Dührsen hat die Infotafeln an die Zäune geheftet.

Vorbereitungen zur 825-Jahr-Feier in Plate laufen – Das Festprogramm steht und die ersten „Geschenke“ hängen schon aus

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29. Juni 2016, 12:00 Uhr

Ein ganzes Dorf bringt sich seit Monaten in Feststimmung. Es wird gebastelt, gepflanzt und geschmückt. Plate feiert in diesem Jahr den 825. Geburtstag. Los geht die große Sause am kommenden Sonnabend. Dann wird eine Woche lang gefeiert, gekämpft und gestaunt.

Die ersten erstaunten Blicke gab es bereits gestern. In der Plater Störstraße hängen kleine Hinweisschilder an vielen Zäunen und Mauern. „Sie erzählen die Geschichten der Häuser dahinter“, sagt Cornelia Dührsen. Als sie vor einigen Jahren mit ihrem Mann von Schwerin nach Plate zog, waren ihr viele Menschen und auch die Geschichte des Ortes fremd. Viele Menschen haben sie und ihr Mann Ingo mittlerweile kennen, schätzen und auch lieben gelernt. Wissen über die Gemeinde haben sie sich ebenso angeeignet. Viele Stunden hat sie den Platern zugehört, nachgefragt und auch mitgeschrieben. Zur 825-Jahr-Feier will sie nun einen Teil diese Wissens weitergeben. „Die Störstraße liegt mir besonders am Herzen. Sie ist die Hauptader des Ortes und viele Menschen fahren sie täglich entlang“, sagt Cornelia Dührsen.

>> Das Programm zur 825-Jahr-Feier in Plate

Wie es dort aber vor vielen Jahrzehnten aussah, welche Menschen in den Häusern wohnten – das wisse heute kaum jemand. „Mich als Zugezogene hat es jedenfalls interessiert, also habe ich die Menschen aufgesucht“, schiebt sie hinterher und erzählt von Besuchen in Pflegeheimen, schönen Gesprächen mit alten Platern und vielen historischen Bildern. Einen Teil der Aufnahmen kann man nun an den Schautafeln sehen, die die Hausbesitzer beziehungsweise Cornelia Dührsen in diesen Tagen angebracht haben. Auch eine kleine Zusammenfassung zur Geschichte der alten Gemäuer hat sie zusammengetragen. „Es ist längst nicht umfassend, schon gar nicht vollständig. Aber es gibt einen kurzen Einblick“, sagt die Wahl-Platerin.

Rund 40 Häuser hat sie in ihr Projekt aufgenommen. Von der Kirche bis zum Abzweig Sukower Straße. Gut drei Monate hat sie investiert. „Die Menschen sollen sich erst einmal informieren. Alle Gäste und auch alle Einheimischen“, sagt Cornelia Dührsen. Sie ist sich sicher, dass es auch die jungen Plater interessiert.

Auch an vielen anderen Plätzen in Plate laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. So hängen bereits die Bilder in der Plater Naturgrundschule zum Thema „Mein Dorf – meine Heimat“. Die Ausstellung wird im Anschluss an den offizielle Startschuss in der Pfarrscheune, der um 16 Uhr geplant ist, eröffnet.

Einer der Höhepunkte ist die Lesung mit Katrin Sass am 8. Juli um 19.30 Uhr. Die Schauspielerin präsentiert ihre Autobiografie „Das Glück wird niemals alt“ in der Plater Pfarrscheune.

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