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Der stasi-Klub : Hinter den Kulissen von Dynamo Berlin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ausstellung in der Stasi-Unterlagen-Behörde in Görslow deckt die politische Seite des Fußballs auf

Deutsche Fußballfans sind schon im WM-Fieber – da nimmt sich auch die Schweriner Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen des Themas an. Allerdings von einer anderen Perspektive aus. „Fußball für die Stasi. Der Berliner Fußball-Club Dynamo“ heißt die Ausstellung, die heute eröffnet wird und bis zum 13. Juli in Görslow zu sehen ist. Der BFC Dynamo war einer der erfolgreichsten Fußballvereine der DDR-Oberliga. Zehnmal in Folge errang er den Titel des Fußballmeisters der DDR. Trotz dieser Erfolge war der BFC in der DDR nicht sehr beliebt. Als Teil der Sportvereinigung Dynamo, die unter der Obhut des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke stand, galt der Verein als Stasi-Club. Für Mitarbeiter wie Spieler galt „tschekistische Disziplin“ – politische Zuverlässigkeit, Gehorsam, „moralischer Lebenswandel“ und keine Westkontakte. Im Wettkampf galt es, den Verein an die Spitze zu bringen. Die Ausstellung dokumentiert die ideologische Funktion des Fußballclubs, zeichnet den Einfluss der Staatssicherheit auf den Verein nach und macht sichtbar, wie der BFC und seine Fans von der DDR-Geheimpolizei überwacht und kontrolliert wurden. Zu sehen ist die Schau montags bis freitags jeweils von 9 bis 20 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr.

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erstellt am 11.Jun.2014 | 16:00 Uhr

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