Einblicke : Hinter den Kulissen des Stadthauses

Friedhofsfragen beantwortete Margot Böther (r.) von den SDS .
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Friedhofsfragen beantwortete Margot Böther (r.) von den SDS .

Verwaltung öffnet ihre Türen, gibt Einblicke in ihre Arbeit und beantwortet viele Fragen / Kommunalpolitiker stehen Rede und Antwort

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09. März 2015, 12:00 Uhr

„Ich habe meiner neuen Nachbarin, die aus Brandenburg kommt, mal unser Stadthaus gezeigt. Dieser Tag der offenen Tür bietet dafür genau die richtige Gelegenheit“, sagt Rita Peters. Gemeinsam mit Christa Spiegel hat sie schon fast alle der rund 20 Stationen besucht, die auf dem Quiz vermerkt sind. Im Büro der Oberbürgermeisterin wirft sie natürlich auch einen Blick auf die neuen Stühle, deren Anschaffung für Aufregung gesorgt hatte. Doch die beiden Seniorinnen können nur den Kopf schütteln. Weder protzig noch spektakulär sei die Einrichtung.

OB Angelika Gramkow ist unterdessen intensiv im Gespräch mit jungen Leuten. Es geht um Ausbildung und Praktika in der Stadtverwaltung. „Für mich hat sich der Besuch heute hier wirklich gelohnt. Ich wusste gar nicht, wie viele Möglichkeiten es gibt für ein Schülerpraktikum und für eine Berufsausbildung, denn zur Stadt gehören ja auch die städtischen Eigenbetriebe“, sagt Seana Erin Hughes. Die 14-Jährige freut sich über Gramkows Tipp, sich für den Girlsday für einen Tag bei der Oberbürgermeisterin anzumelden.

„Neben Fragen zur Ausbildung standen die Themen Kita- und Hortplätze, betreutes Wohnen und Seniorenbetreuung heute ganz oben auf dem Fragenkatalog“, sagt Gramkow bei einer Zwischenbilanz. Viele Besucher hätten beim Blick auf die Silhouette der Stadt gesagt, dass sich Schwerin gut entwickelt habe. „Und natürlich haben sich auch viele Leute die Stühle und die Einrichtung der anderen Büroräume angeschaut und waren sehr verwundert, dass sich darüber jemand aufgeregt hat.“

Den traumhaften Blick über die Stadt gab es auch im Büro ihres Stellvertreters Bernd Nottebaum. „Bei mir standen naturgemäß Fragen zur Bautätigkeit im Vordergrund“, berichtet der Wirtschaftsdezernent. Die Erschließung neuer Eigenheimgebiete habe die größte Rolle gespielt, aber auch die Tourismusförderung habe viele Besucher interessiert.

Mindestens genauso viel Besucherandrang wie in der obersten Etage herrschte in der untersten. Denn im Erdgeschoss sind im Bereich des Bürgeramtes viele Dienstleistungen gebündelt, die die Stadt für die Schweriner erledigt. Ob Personalausweis oder Reisepass, Fundbüro, Impfsprechstunde, Bauanträge, Bewohnerparken, Fischereischein, Bildungskarte, Schulanmeldung – das alles erledigt man Am Packhof 2-6. Mitarbeiter demonstrierten den Besuchern, wie die neuen Online-Dienste funktionieren und richteten auf Wunsch auch gleich Bürgerkonten ein. Das Fundbüro bot Fundsachen zu kleinen Preisen zu Gunsten der Bürgerstiftung an, das Standesamt beriet nicht nur Heiratswillige. Die kommunalen Betriebe waren mit eigenen Ständen oder ihren Info-Mobilen vor der Tür des Stadthauses vertreten und informierten zum Beispiel über Berufsausbildung bei den Eigenbetrieben, über die Energieversorgung , Neubau- und Modernisierungsvorhaben an Schulen und städtischen Gebäuden oder über Neues vom Zoo.

Gut besucht waren die Vorträge im Multifunktionsraum, die sich unter anderem mit der Welterbe-Bewerbung Schwerins, mit Radwegen, Artenschutz und Eigenheimgebieten beschäftigten.

Doch auch Kommunalpolitiker waren vor Ort und standen Rede und Antwort. „Das ist gut für die Demokratie, dieser direkte Kontakt ist wichtig“, betont Gerd Böttger von den Linken. „Mich kennen viele Leute und sprechen mich an, nicht nur zu politischen Fragen, sondern auch zu den kommunalen Eigenbetrieben.“ Ähnlich sieht das Gert Rudolf von der CDU-Fraktion: „Wir wollen bürgernah sein. Da ist es doch selbstverständlich, an so einem Tag im Stadthaus zu sein.“

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