zur Navigation springen

Schweriner Unternehmer geehrt : Hilfe mit viel PS und starken Jungs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Unternehmen Transportservice Christian Brauer unterstützt das Ehrenamt und erhielt dafür von der IHK eine Auszeichnung

Sein erster Lkw heißt Ilse, nach seiner Oma benannt. In der Freizeit fährt er Stockcar-Rennen und beim Fünf-Seen-Lauf am Wochenende sorgte er dafür, dass die Kleidung der Sportler ins Ziel kam. Jetzt erhielt Spediteur Christian Brauer die Auszeichnung „Unternehmen in Verantwortung“. Damit würdigt die Industrie- und Handelskammer das ehrenamtliche Engagement von Firmen der Region.

„Das hat gepasst. Denn wir haben am Wochenende unser achtjähriges Bestehen gefeiert“, sagt Firmen-Chef Christian Brauer. Der gelernte Kfz-Mechaniker war zunächst als Fahrer bei anderen Unternehmen tätig. „Irgendwann habe ich mir gesagt, den Stress kannst du dir auch alleine antun“, sagt der 39-Jährige zurückblickend. Mit einem Transporter hat er begonnen. Mittlerweile sind drei 40-Tonner auf den Straßen in Deutschland und in Europa unterwegs, sieben Fahrer im Einsatz.

Dabei konzentriert sich Brauer auf zwei Bereiche. Zum einen bietet er Umzüge an. „Wir fahren in ganz Deutschland, zwei- bis dreimal im Monat geht es aber unter anderem auch nach Skandinavien. Wir haben gerade einen Lehrer aus Stockholm zurückgeholt, der dort an einer deutschen Schule unterrichtet hat“, erzählt Christian Brauer. Zum anderen ist er Spediteur für anderen Unternehmen, zum Beispiel aus der Autoindustrie.

Schritt für Schritt versuche er auf dem hart umkämpften Markt die Firma auszubauen. Kein leichtes Unterfangen, wie Brauer gesteht. Er setze auf Qualität, lehne auch mal Aufträge ab, wenn die Konditionen nicht passen, sagt er. „Mir ist wichtig, dass meine Mitarbeiter ordentlichen Lohn bekommen, denn sie sind die ganze Woche unterwegs und der Job ist hart“, so der junge Unternehmer und ergänzt: „Ich sage meinen Jungs immer, dass sie beim Umzug das gesamte Leben des Kunden transportieren.“

Das Betriebsklima müsse stimmen, dann seien die Mitarbeiter auch bereit, mit anzupacken, um Vereine und Veranstaltungen zu unterstützen. „Ich verspreche nicht, was ich nicht halten kann“, sagt Christian Bauer. Für die Firma muss er das Geld zusammenhalten. Aber mit seinen Fahrzeugen und seinen Mitarbeitern kann er helfen. „Beim Fünf-Seen-Lauf haben wir die Bekleidung der Läufer vom Start in der Innenstadt zum Ziel in Lankow gebracht und auch eine Tribüne aufgebaut“, nennt Brauer ein Beispiel. Beim großen Fußballturnier des SV Sukow fuhren die Jungs vom Transportservice Christian Brauer ebenfalls Tribünenteile. Nach einem Hilfeaufruf einer Internetplattform unterstützte Brauer die Flüchtlingshilfe Schwerin, Hunderte von Pakete in ganz Deutschland zu verteilen. „Ich bin viel in Dänemark. Dort ist es normal, dass geholfen wird, ohne zu fragen, was man dafür bekommt. So funktioniert gesellschaftliches Zusammenleben viel besser“, ist Brauer überzeugt. Das bestimme auch sein Handeln.

Seit 21 Jahren fährt er Stockcar-Rennen. Bei einer Veranstaltung Anfang Juni in Goldenstädt hätten sie Spenden gesammelt. „Am Ende waren es 500 Euro. Das Geld haben wir dem Jugendklub übergeben“, erklärt Brauer. Ein Dankeschön dafür, dass sie das Rennen in dem Dorf austragen durften. So verstehe er gesellschaftliches Engagement für die Region, sagt der Schweriner.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen