Arbeitsplatz Schweriner Krankenhaus : Hilfe beim Zu- oder Abnehmen

Neben stationären Patienten berät Diätassistentin Stefanie Ulmer auch ambulant Patienten zur richtigen Ernährung.
Neben stationären Patienten berät Diätassistentin Stefanie Ulmer auch ambulant Patienten zur richtigen Ernährung.

Diätassistenten geben Tipps zur richtigen Ernährung

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30. November 2017, 12:00 Uhr

Männer und Frauen in weißen Kitteln laufen mit einem Stethoskop um den Hals durch die Flure der Schweriner Helios-Kliniken. Manchmal haben sie auch blaue oder grüne Kleidung an, wenn sie auf den Intensivstationen oder im OP-Bereich im Einsatz sind. Doch neben Ärzten und Krankenschwestern sowie Pflegern arbeiten noch zahlreiche andere Menschen im Krankenhaus in der Landeshauptstadt, wie Stefanie Ulmer. Sie ist als Diätassistentin im Klinikum unterwegs.

Ein neuer Patient wird gebracht. Bei der Aufnahme notiert die Schwester die Größe, das Gewicht, den Body-Mass-Index (BMI) des Mannes. Beim Gewichtsverlauf stutzt sie und wird aufmerksam. Der Patient hat rapide an Gewicht verloren. Die Schwester ruft in der Ernährungstherapie an und Stefanie Ulmer macht sich auf den Weg. „Denn anders als meine Berufsbezeichnung es vermuten lässt, helfe ich den Patienten nicht nur dabei, Gewicht zu verlieren“, erklärt die Diätassistentin.

Gemeinsam mit drei Kolleginnen deckt sie den Bereich der Ernährungstherapie im Krankenhaus ab. „Wir haben das Feld aufgeteilt“, sagt die 31-Jährige. Zwei Kollegen arbeiten fest auf der Station für Allgemeine Medizin, Endokrinologie und Diabetologie und kümmern sich dort vorwiegend um Patienten mit Allergien, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen sowie um Kinderernährung. Eine weitere Diätassistentin arbeitet in der Küche des Krankenhauses, kontrolliert dort die Qualität und Zubereitung der Speisen und macht die Essenspläne.

„Ich betreue vorwiegend das Projekt Mangelernährung“, sagt Stefanie Ulmer. Seit 2011 werden alle Patienten bei der Aufnahme nach den Kriterien Größe, Gewicht, Gewichtsverlauf und BMI untersucht. Ist etwas auffällig, wird die gebürtige Brandenburgerin gerufen. „Ich werde auch benachrichtigt, wenn im Labor festgestellt wird, dass die Eiweißwerte unterschritten sind.“ Dann besucht sie den Patienten, guckt sich die Erkrankungen an und richtet danach die Ernährungstherapie aus. „Dabei ist es besonders wichtig, dass wir mit den Ärzten zusammen, also interdisziplinär arbeiten“, sagt die Diätassistentin, die seit 2010 in den Schweriner Helios-Kliniken arbeitet. Wie ihre Kolleginnen ist auch sie beim Verband der Diätassistenten gemeldet und absolviert regelmäßig Fortbildungen.

Die Diätassistentinnen sind jedoch nicht nur auf den Stationen unterwegs, sie beraten auch ambulant in ihrem Raum im Helios Schmerzzentrum. Dann müssen die Patienten einen Teil allerdings selbst finanzieren.

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