Sozialkaufhaus : Hilfe an neuem Standort

Connie Eichmann hält in der Kleiderkammer ein großes Sortiment an Garderobe für Kinder und Erwachsene bereit.  Fotos: Klawitter
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Connie Eichmann hält in der Kleiderkammer ein großes Sortiment an Garderobe für Kinder und Erwachsene bereit. Fotos: Klawitter

Jetzt in der Lomonossowstraße: Sozialkaufhaus bietet Suppenküche, Spielzeug, Kleidung und mehr

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17. Juni 2015, 12:00 Uhr

Milchreis mit Himbeer-Grütze steht an diesem Tag auf dem Speiseplan. „Das kommt bei unseren Gästen super an“, sagt Birgit Kuchenbecker, die in der Suppenküche des Sozialkaufhauses im Mueßer Holz arbeitet. Ein anderer Renner: Senfeier. Zwischen 20 und 30 Personen werden mittags in der Suppenküche verköstigt. „Unter den Kunden sind viele Arbeitslose, aber auch ältere Menschen, bei denen die Rente gerade eben so zum Lebensunterhalt reicht“, berichtet Edeltraud Hompesch, Teamleiterin der Jobtafel.

Lomonossowstraße 6, so lautet jetzt die neue Adresse des Sozialkaufhauses. Ein unscheinbarer Plattenbau, fast ein bisschen versteckt. Vier Wohnungen wurden für das Kaufhaus hergerichtet, das ursprünglich in der Keplerstraße untergebracht war. Weil aber die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) den Block abreißen will, musste auch ein neuer Standort für das im Jahr 2005 eröffnete Sozialkaufhaus her. „Nach dem Auszug aus der Keplerstraße haben wir nun eine Zwischenlösung gefunden“, sagt Edeltraud Hompesch. Zwei Jahre werde das Kaufhaus sicher in der Lomonossowstraße bleiben, danach solle über einen endgültigen Sitz entschieden werden, ergänzt Tafel-Vorsitzender Peter Grosch, dem als geeignetes Domizil beispielsweise ein ehemaliges Kita-Gebäude vorschwebt.

Von 11.30 bis 14 Uhr gibt es unter der Woche eine warme Mahlzeit in der Suppenküche. Zwischen 8.30 und 9.30 Uhr wird außerdem ein Frühstück angeboten. Neben der Suppenküche betreibt die Schweriner Tafel im Sozialkaufhaus auch noch eine Spielzeug-Werkstatt. „Wir sortieren, reinigen und überprüfen die Spielsachen, die bei uns abgegeben werden“, erklärt Mitarbeiterin Inis Kanetzki. Das Angebot reicht von Plüschtieren über Gesellschaftsspiele bis hin zu riesigen Puzzles.

Das Diakoniewerk Neues Ufer ist im Sozialkaufhaus im Mueßer Holz mit einer Kleiderkammer vertreten. Jacken, Hosen, Pullover, Hemden, Blusen und Schuhe, aber auch Handtücher, Bettzeug, Koffer und Taschen umfasst das Sortiment mit Artikeln aus zweiter Hand. „Wir haben sogar auch schon einen Taufanzug verkauft“, erzählt Mitarbeiterin Connie Eichmann.

In der Julius-Polentz-Straße in Lankow gibt es ein weiteres Sozialkaufhaus in Schwerin. Für viele Bürger auf dem Dreesch ein weiter Weg. Deshalb sind sie froh, eine Anlaufstelle im Mueßer Holz behalten zu haben. Und so wird Birgit Kuchenbecker auch am nächsten Tag wieder eine leckere Mahlzeit zubereiten aus den Zutaten, die Supermärkte der Tafel gespendet haben. „Unsere Kunden sind sehr dankbar, dass sie bei uns essen können“, sagt sie.

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