Gemeinsam Gärtnern in Rehna : Hier geht es um Kraut und Rüben

Die erste Vorsitzende Nicole Bowe freut sich darauf, wenn es im Gewächshaus des Vereins „Gemeinsam Gärtnern“ wieder blüht.
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Die erste Vorsitzende Nicole Bowe freut sich darauf, wenn es im Gewächshaus des Vereins „Gemeinsam Gärtnern“ wieder blüht.

In dem Verein „Gemeinsam Gärtnern“ treffen sich begeisterte Gartenfreunde und kümmern sich jährlich um Pflanzen und Gewächse

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21. März 2018, 05:00 Uhr

Wenn Nicole Bowe an den Frühling denkt, dann freut sie sich bereits jetzt schon auf die bunten Blüten, die emsige Arbeit in der dunklen Erde und das gemeinsame Einfahren der Ernte. Denn dann beginnt für die erste Vorsitzende des Vereins „Gemeinsam Gärtnern“ die pflanzenreiche Zeit.

„Bei unserem Verein treffen sich Mitglieder, die Interesse an alten Pflanzen und altem Wissen haben. Im Grunde genommen geht es bei uns um Wissenserhalt“, beschreibt die Vorsitzende das Ziel des Vereins. Denn die Hobbygärtner probieren jeden Sommer verschiedene Sorten aus, übernehmen sogar „Pflanzenpatenschaften“. Gemeint ist damit, dass sich ein Mitglied vornehmlich um eine ausgesuchte Gemüseart kümmert. „Nicht, dass sich alle auf die Rüben stürzen, und der Spinat bleibt links liegen.“

Hilfe bekommen die Vereinsmitglieder dabei von der gelernten Biogärtnerin Marie Runge. Sie gibt den Gärtnern die theoretische Anleitung. Außerdem war sie auch Mitbegründerin der Idee, zusammen mit anderen zu gärtnern. „Ich habe von dem Hof erfahren und dachte, dass er Potenzial hat.“ Daraufhin habe sie andere angesprochen und für die Idee begeistern können. „Ich möchte den Leuten die Freude am Gärtnern vermitteln und dazu noch mehr Leute einladen“, sagt die 34-Jährige. Dazu gehört auch das Kennenlernen von rund 40 verschiedenen Arten, die der Hof seinen Mitgliedern zu bieten hat. „Es hat auch etwas Spirituelles. Die Verbindung mit der Erde und sich selbst“, berichtet die Carlowerin weiter.

In den neun Monaten, in denen der Verein die rund drei Hektar große Pachtfläche bearbeitet, wird nicht nur gegraben, gepflanzt und geerntet. „Wir arbeiten sehr kreativ und mit Herzblut“, erklärt die Nicole Bowe. Gemeinsame Lieder gehören ebenso dazu wie ein langer Tisch zur Geselligkeit. Denn der Verein versteht sich auch als „offenes Netzwerk“. Der Austausch zwischen Jung und Alt steht dabei im Fokus – frei der Herkunft.

Aber auch das Vereinsleben soll nicht zu kurz kommen. Regelmäßige Rundmails über das Geschehen und gemeinsame Traditionserlebnisse wie ein Osterfeuer gehören ebenso dazu, wie der Frühjahrsputz, der in diesem Jahr im Schnee stattfinden musste.

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