Musikalischer Mauerfall : Herzschmerz und jede Menge Ostrock

Erste Liebe, fiese Geschäftemacher, Ohrwürmer aus DDR-Zeiten und der Rausch der Freiheit: Das Musical „Über sieben Brücken“ bringt all das auf die Bühne.
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Erste Liebe, fiese Geschäftemacher, Ohrwürmer aus DDR-Zeiten und der Rausch der Freiheit: Das Musical „Über sieben Brücken“ bringt all das auf die Bühne.

„Über sieben Brücken“ heißt das Musical, das am Sonntag in der Kongresshalle die aufregende Wendezeit und ihre Kultsongs feiert

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28. Dezember 2013, 18:00 Uhr

Eine Reminiszenz an die ostdeutsche Schlager- und Rockmusik bietet am Sonntag das Musical „Über sieben Brücken“ in der Sport- und Kongresshalle. Los geht es um 16 Uhr, Einlass ist bereits eine Stunde früher.

Erzählt, getanzt und gesungen wird eine Liebesgeschichte aus dem Jahr 1989, dem Jahr des Mauerfalls. Dieses Musical steht für eine Rebellion gegen alle Regeln und die Entdeckung einer neuen Welt aus Musik, Liebe und Herzblut, die aber auch jede Menge Probleme mit sich bringt. Eine Geschichte, die an den ersten Tanz, den ersten Kuss, die erste Liebe erinnern soll, an grandiose Songs, heiße Sonne und Schmetterlinge im Bauch.

Das Libretto zu „Über sieben Brücken“ wurde von Wolfgang Liebisch geschrieben. Er erhielt dafür den Kulturpreis der Stadt Stendal. Liebisch hat auch die musikalische Leitung des Musicals. Regisseur Dirk Soukup ist gleichzeitig als Hauptdarsteller zu erleben. Er spielt den Micha aus Westberlin, in einer Zeit, in der Fluchthelfer ihr „großes Geld“ machen nach dem Motto: „Die Deutsche Mark in Ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“.

Der erste Akt spielt im heißen Sommer 1989 an der überfüllten Ostseeküste. Nicole (gespielt von Judith Zürcher) ist Eisverkäuferin, ihr Freund Tommy (gespielt von Holger Götzky) ist Musiker. Beide denken über eine Flucht nach. Micha und Peter (Torsten Ladwig) wollen sie in den Westen schleusen. Bei Tommy gelingt es, bei Nicole nicht. Das Resultat: Nicole im Osten Berlins ist einsam, Tommy im Westen Berlins auch. Doch die Bürgerbewegung schafft das Unfassbare, die Mauer fällt und die DDR-Bürger können ihre Freiheit genießen. Alle Deutschen feiern euphorisch, auch Tommy und Nicole sind wieder vereint.

Das Musical in der Choreografie von Jennifer Herzog setzt die Atmosphäre der Wendezeit optisch und musikalisch opulent in Szene. Insgesamt sorgen mehr als 20 Mitwirkende für eine deutsch-deutsche Sternstunde des Musicals. Alle Songs werden auf der Bühne übrigens live gesungen. Zu hören gibt es bei „Über sieben Brücken“ Hits und Balladen von Karat, den Puhdys, von Veronika Fischer, Silly, Wolfgang Lippert, Nina Hagen und vielen weiteren Interpreten und Komponisten.

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