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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. September 2017 | 22:15 Uhr

Schulen in Schwerin : Herzensbildung und aktive Hilfe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Welche Schule ist die richtige? SVZ stellt Schulformen vor – Heute: Die Niels-Stensen-Schule vermittelt christliche Werte

von
erstellt am 25.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Die Einschulungsuntersuchungen für die künftigen Erstklässler laufen, die Bildungseinrichtungen der Stadt informieren bei Tagen der offenen Tür Eltern und Schüler. Doch welche Grundschule ist die passende? SVZ stellt in dieser Woche anhand von Beispielschulen verschiedene Einrichtungen vor. Heute: die katholische Niels-Stensen-Schule.

„Wir sehen jedes Kind als ein Geschöpf Gottes mit all seinen Eigenheiten, Stärken und Schwächen“, sagt Schulleiter Jobst Harders, wenn er danach gefragt wird, was die Niels-Stensen-Grundschule besonders ausgezeichnet. „Der Blick aufs Kind ist uns sehr wichtig und der allgemeine gute und fürsorgliche Umgang miteinander.“ Herzensbildung nennt er das. 200 Kinder besuchen die ersten bis vierten Klassen an der Niels-Stensen-Grundschule in der Feldstraße 1. Inzwischen gibt es auch einen weiterführenden Bereich. Die Schule ist im Laufe der Jahre so sehr gewachsen, dass sogar der Karl-Liebknecht-Platz als Schulhof für die höheren Jahrgänge mit genutzt wird. Gegründet wurde die Schule schon 1994. Eltern aus der Kirchgemeinde St. Anna waren auf der Suche nach einer Schule, die ihren Kindern auch die christlichen Werte vermittelt.

Die Lehrer gehen mit ihren Schülern ganz bewusst durchs Kirchenjahr, setzen sich mit den Festtagen auseinander, nehmen auch manchen Heiligen näher unter die Lupe. In der kommenden Fastenzeit beispielsweise beteiligen sich die Schüler an der Sammelaktion von Misereor. Als Sternsinger haben sie Anfang des Jahres 13 000 Euro zusammengetragen. „Zu erleben, dass sie als Kinder selbst etwas aktiv tun können gegen die Armut in der Welt und nicht nur hilflos daneben stehen, ist eine gute Erfahrung“, sagt Harders.

Nicht nur katholische Familien bekommen einen Schulplatz. „Unsere Gemeinschaft setzt sich etwa zu je einem Drittel aus Katholiken, Protestanten und anderen zusammen“, sagt Jobst Harders und fügt lächelnd hinzu: „Nur fünf Prozent der Schweriner Bevölkerung sind katholisch.“ Das allein würde für eine ganze Schule wohl nicht reichen.

 

Service:  Besonderheiten

Wenn sich die Klassen montags  zum Morgenkreis treffen, dann wird  vom Wochenende erzählt, aber die Schüler setzten sich hier  auch  mit christlichen Themen auseinander.  Manchmal werden  gemeinsame Andachten im Foyer gefeiert. In jedem Klassenzimmer hängt ein Kreuz.   Orchester, Chor und Theater sind weitere wichtige  Bestandteile der Schule. Der Unterricht für die Erstklässler endet gegen 12 Uhr, für die größeren ein bis zwei Stunden später. Nachmittags wird Hortbetreuung angeboten. Die Familie spielt eine große Rolle im Schulkonzept: Sie  biete nämlich den besten Halt in allen Wechselfällen des Lebens. Schule und Elternhaus werden als Partner verstanden, die das Kind tragen, begleiten und  fördern.

 

 

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