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Neues Schliesssystem : Herr der Schlösser in den Kliniken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Frank Kollmorgen organisiert die Umstellung des Schließsystems auf Elektronik in den Schweriner Helios-Kliniken.

von
erstellt am 06.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Schlüssel ist nicht gleich Schlüssel. Das darf seit wenigen Monaten jeder der mehr als 2300 Angestellten in den Schweriner Helios-Kliniken selbst erleben. Denn das Unternehmen stellt das Schließsystem um. Statt einen metallenen Bart ins Schlüsselloch zu führen, bedarf es künftig nur noch eines Plastikschlüssels mit integriertem Chip. Und das hat mehrere Vorteile. Es ist kostengünstiger, sicherer und der Mitarbeiter braucht nur noch einen Schlüssel statt ein ganzes Bund mit sich tragen zu müssen.


Ein Schlüssel für jeden erst in ein paar Jahren


Nach dem Vorbild der Helios-Kliniken in Erfurt und Gotha wird das elektronische Schließsystem seit dem vergangenen Jahr schrittweise auch in Schwerin eingeführt. Angesichts tausender Mitarbeiter und Türen auf dem Lewen- und Friedensberg wird das wohl noch ein paar Jahre dauern, ehe jeder Mitarbeiter solch einen Schlüssel nutzt, sagt Frank Kollmorgen, der in den Schweriner Helios-Kliniken die Einführung organisiert, koordiniert und umsetzt. Denn schließlich muss jedes Türschloss mit der Elektronik aufgerüstet werden. Dann muss für jeden Mitarbeiter im Computer eine Art Konto angelegt werden, in dem so genannte Schließberechtigungen vergeben werden. Vereinfacht gesagt: Wenn beispielsweise eine Schwester Zugang zum Labor, zur Station und zum Schwesternzimmer haben muss, dann werden die entsprechenden Daten in ihrem Konto hinterlegt. Wenn sie dann ihren Schlüssel erhält, öffnet er genau diese Türen – und nur diese. Aus Sicherheitsgründen muss diese Zugangsbotschaft auf dem Schlüssel-Chip alle drei Tage erneuert werden. Dafür gibt es im gesamten Krankenhaus verteilt so genannte Aufbuchleser. In diese wird der Schlüssel nur kurz gesteckt – das war es. Wenn solch ein Schlüssel einmal verloren gehen sollte, dann kann zum einen niemand anderes etwas damit anfangen, da äußerlich alle Schlüssel gleich aussehen und nicht ersichtlich ist, welche Türen er öffnen würde. Zum anderen führt das dazu, dass die Kosten gering bleiben: Es müssen aus Sicherheitsgründen nicht ganze Profilzylinder-Gruppen gewechselt werden. Außerdem geht es schneller, denn der verlorene Schlüssel muss nur gesperrt werden.


Ein „General“ für die Feuerwehr


Allerdings: Kamen in der Vergangenheit immer mal wieder Schlüssel weg, gab es seit Einführung des neuen Systems im vergangenen Jahr erst eine Verlustmeldung, berichtet Frank Kollmorgen. Vielleicht liegt das auch daran, dass es ja künftig nur noch ein kleiner Schlüssel ist, den man mit sich tragen muss.

Eine Begrenzung gibt es nicht, wie viele Türschlösser ein Schlüssel öffnen kann. Auch das hat schlicht Sicherheitsgründe. Kollmorgen: „Die Feuerwehr braucht solch einen Schlüssel natürlich.“

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