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Offene Denkmale rund um Schwerin : Hereinspaziert: Türen laden ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gerda Jansen zeigt in der Alt Metelner Pfarrscheune Fotografien von Hauseingängen – Ideen für weitere Ausstellung willkommen

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 09:00 Uhr

Diese Ausstellungseröffnung wollte sich Helmi Poburski nicht entgehen lassen. Die 81-Jährige aus Alt Meteln schaute gestern nach dem Gottesdienst extra in die Pfarrscheune hinein, um sie die von Gerda Jansen gemachten Fotos anzuschauen. „Ich kenne Gerda Jansen ja schon seit Jahren, da war ich neugierig“, erzählt die Seniorin. Auf den knapp 50 Fotos hat Helmi Poburski so manche Tür wiedererkannt, denn einige Aufnahmen entstanden in der Region, auch an den Kirchen. „Das passt hier gut her.“

Diese Auffassung teilt auch Markus Seefeld. In seiner kurzen Eröffnung betonte der Pastor der Kirchengemeinde Alt Meteln, Cramon, Groß Trebbow, dass das Motiv der Türen im christlichen Glauben eine hohe Symbolik genießt. „Christ sein heißt offen sein“. Das ist ein Gedanke, den auch Gerda Jansen darstellen will. Dabei stehen längst nicht alle der von ihr fotografierten Türen offen. Es gibt verschlossenen und versteckte Eingänge, bunt bemalte aber auch beschmierte Türen. „Jede Tür erzählt ihre eigene Geschichte“, betont die Hobbyfotografin. Und sie kann zu jedem Bild eine Geschichte erzählen. Die von der Sonne beschienene Stalltür mit Erntekranz ist ihr Lieblingsmotiv. Der einzig verbliebene Fachwerkrahmen mit Tür eines Abrisshauses zeigt die Vergänglichkeit. Ein Hinterhof mit gleich drei aufeinander folgenden Eingangsbereichen hat Tiefenwirkung. Und die Tür zum Bootshaus Jansen gehört wie das gesamte Gebäude an der Ostsee einer anderen Familie...

„Seit Jahren fotografiere ich Türen“, erzählt Gerda Jansen. „Dass daraus mal eine Ausstellung wird, hatte ich nicht gedacht.“ Um die 50 Bilder aus ihrem Fundus wählte sie aus. Der Schau gab sie den Namen „Hereinspaziert“. Denn die Groß Trebbowerin ist durchaus neugierig, wer und was sich hinter einer Tür verbirgt, obwohl es ihr nicht immer leicht fällt, den Schritt durch den Türrahmen zu wagen.

Dass die Eröffnung zudem am Tag des offenen Denkmals stattfand, war ebenfalls kein Zufall. Die Alt Metelner wollten sich so an der bundesweiten Aktion beteiligen. Die Ausstellung bleibt aber offen, kann montags, dienstags, mittwochs und freitags an den Vormittagen sowie sonntags nach dem Gottesdienst besichtigt werden. Im Spätherbst soll es einen Bilderwechsel geben. „Wer eine Idee hat, ist willkommen“, lädt Pastor Seefeld Künstler und Hobbykünstler ein, sich hier zu präsentieren. Denn nachdem es für längere Zeit keine Ausstellung in der Pfarrscheune Alt Meteln gab, soll sich das nun wieder ändern.

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