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Seelsorger mit Herz und Hörer : Helfer freuen sich im Verborgenen

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für Aus- und Fortbildung der Helfer erhält die Telefonseelsorge 6500 Euro aus der Adventskalender-Aktion des Lions-Clubs

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 14:00 Uhr

Sie arbeiten still im Verborgenen – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. Anonym, vertraulich und kostenfrei kümmern sich 85 Ehrenamtliche am Seelsorgetelefon in Schwerin um Menschen, die sich von Angst und Sorgen gequält fühlen. Die Arbeit der Telefonseelsorge sei für viele Menschen lebensnotwendig, erklärt Stefanie Behrendt vom Förderverein der Schweriner Telefonseelsorge. „Für dieses Ehrenamt wird nie ein Mitarbeiter ein öffentliches Dankeschön erhalten“, sagt sie weiter. Jetzt übergab der Schweriner Lions-Club 6434,10 Euro an die Helfer. Das ist der Erlös aus dem Verkauf der Adventskalender, den der Service-Club jedes Jahr für gute Zwecke initiiert. Möglich haben die Spenden-Aktion vor allem Helfer wie Claudia Fuchs und Beke Kruse gemacht. Die Filialleiterin von Hugendubel vertrieb in den Buchläden am Marienplatz und im Sieben Seen Center die Adventskalender. Die Gewinner der Aktion können die Preise noch bis Ende Januar bei Claudia Fuchs in der gleichnamigen Rösterei am Markt abholen.

„Wir sind überzeugt, das gespendete Geld wird vielfach gute Wirkung in unserer Gesellschaft erzielen“, sagt der diesjährige Lions-Präsident Friedrich-Wilhelm Heidemeier. Mehr als 23 000 Anrufe gehen jedes Jahr bei der Telefonseelsorge ein. „Dabei geht es um Mobbing in Schule und Beruf, um Schwierigkeiten mit den Eltern oder um Beziehungskrisen aller Art. Viele suchen nach Werteorientierung im Leben oder Hilfe bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse bis hin zu Zweifeln am Sinn des Lebens mit Suizidgedanken“, berichtet Uta Krause, Leiterin der Telefonseelsorge. Die Spende werde die Ausbildung einer neuen Ehrenamtlichen-Gruppe und verschiedenen Fortbildungen finanzieren. Die Ausbildung umfasse etwa 150 Stunden verteilt auf mehrere Wochenenden und Abende, wobei Fachleute den Umgang mit Süchtigen, Suizidgefährdeten und psychisch Kranken erklären sowie Gesprächstechniken lehren. Dabei sei die Anonymität der Telefonseelsorge absolute Voraussetzung dafür, dass sich Menschen in ihrer seelischen Not öffnen können, ohne dass sie erkannt werden oder Schuldzuweisungen befürchten müssen.

 

 

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