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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 05:42 Uhr

Vorbeck : Heiße Tage für den Küchenchef

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn zum Senior-Open-Turnier die Golf-Profis nach Vorbeck kommen, geht es auch in der Gastronomie Schlag auf Schlag

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2015 | 23:56 Uhr

Teller, Tassen, Gläser. Die vollen müssen zu den Gästen ins Restaurant, die leeren zum Abwasch in die Küche. Dazwischen ist eine Schwenktür. Schwenktüren sind praktisch. Sie lassen sich leicht aufstoßen. Nach innen wie nach außen. Noch praktischer sind sie, wenn sie ein Bullauge haben. Den Gegenverkehr im Blick – das bannt die Unfall- und Scherbengefahr. Die Schwenktür im Restaurant „Kranichhaus“ auf der Vorbecker Winstongolf-Anlage hat gleich zwei Bullaugen. Sicher ist sicher. Sicher ist auch, dass die Tür in den kommenden Tagen aus dem Schwenken kaum herauskommen wird. Die Profis der Winstongolf Senior Open 2015 machen Station in Mecklenburg – und da gibt es für das Küchen- und Restaurantpersonal fünf Mal mehr zu tun als an normalen Tagen.

Das Reich von Küchenchef Andre Schulze ist verwinkelte 30 Quadratmeter groß. Hier wird gebraten, gedünstet, gegrillt. Und gespült. „Beim großen Turnier im vergangenen Jahr ging die Geschirrspülmaschine kaputt“, sagt Schulze. Sauber wurde trotzdem alles. Mit Handarbeit. Viel Arbeit, die bleibt nicht aus, wenn 72 Profi-Golfer mit Begleitung, mehr als 100 Turnierhelfer und Hunderte von Zuschauern beköstigt und bedient werden wollen. Immer einen kühlen Kopf zu behalten. Nicht ganz einfach bei 40 Grad am Arbeitsplatz. „Da helfen drei bis vier Liter Wasser am Tag“, weiß der 36-Jährige, der schon seit 2004 in Vorbeck arbeitet. Und dass seine fünfköpfige Stammcrew und die an diesem Wochenende extra abgestellten Küchenmitarbeiter aus den Partnerbetrieben genug trinken, darauf achte er.

Fleisch vom Huhn, Rind oder Schwein – die fünf Kühlbereiche sind voll. Ob Burger oder Lammrücken – gekocht wird alles, was die Gäste wollen. „Currywurst, die essen die Golfer besonders gerne“, sagt der Koch. Warum, das wisse er nicht. Was er weiß: Salat und Nudeln, die seien auch sehr begehrt.

Am Sonnabend ist der härteste Tag. Wie immer Vollverpflegung für die Gäste ab 6 Uhr morgens – und abends noch die Gala. Da ist vor 24 Uhr nicht Schluss. „An den Turniertagen gibt es für uns keine Acht-Stunden-Tage“, sagt Michaela Sellin. Aber das sei bei solchen Veranstaltungen selbstverständlich und gehöre eben auch zu ihrem Job, sagt die 26-Jährige. Sie koordiniert die Arbeit von 15 Service-Kräften im und rund um das Restaurant: „Auch auf dem Platz gibt es an jedem dritten Loch einen Verpflegungsstand.“

Wenn die Golfer am Sonntag die letzten Bälle in den Löchern versenkt, ihre Pokale verstaut oder die Siegprämien eingestrichen haben, packen alle Helfer noch einmal kräftig mit an. Aufräumen. Und dann machen sie eine Riesensause. Der Küchenchef und die Restaurantleiterin sind auch dabei. Und dann lassen sie sich mal bedienen.

Wer schauen möchte, welcher Golfer sich bei den Senior-Open am besten schlägt, kann das Freitag, Sonnabend und Sonntag ab 7.30 Uhr machen. Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei.

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