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Neue Chefin gewählt : Heike Isbarn leitet Crivitzer Amt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Juristin will im Juni ihre Arbeit im größten Amt des Landes Mecklenburg-Vorpommern aufnehmen

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 17:15 Uhr

Bei ihrer Antrittsrede als künftige hauptamtliche Amtsvorsteherin des Amtes Crivitz erklärte Heike Isbarn, dass sie ihre Arbeit in Crivitz so schnell wie möglich aufnehmen möchte. Sie selbst rechnet mit dem 1. Juni. Heike Isbarn will auf eine gute Zusammenarbeit setzen. „Wir alle haben große Aufgaben vor uns. Ganz Mecklenburg-Vorpommern schaut auf uns, weil wir nunmal das größte Amt im Land sind. Es weiter voranzubringen, dazu möchte ich gern beitragen“, erklärte sie.

Gewählt wurde die 51-Jährige am Mittwochabend auf der Sitzung des Amtsausschusses in der Plater Gaststätte „Störkrug“. Das Besondere: Es ist ein hauptamtlicher Beamtenposten. Das gibt es bislang in keinem anderen Amt in MV. Das Amt Crivitz mit seinen 17 Kommunen und 25 000 Einwohnern beschreitet hier einen neuen Weg.

Heike Isbarn wurde in Essen geboren. Sie ist Juristin und arbeitete ab 1991 zunächst im Schweriner Innenministerium, ist dann in die Hansestadt Wismar gegangen und war dort 21 Jahre lang in der Kommunalverwaltung tätig, unter anderem leitete sie das Bauordnungsamt und das spätere Bauamt. Derzeit ist sie beim Senat der Hansestadt Bremen als Referatsleiterin beschäftigt. Weil ihr aber „die kommunale Arbeit besser liegt“, habe sie sich für die ausgeschriebene Stelle in Crivitz beworben, erklärte sie. Ehrenamtlich bringt sich die 51-Jährige im Weißen Ring, dem gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern, ein. Die Region um Schwerin kenne sie, weil sie in den ersten Jahren unter anderem in Banzkow und Raben Steinfeld wohnte. Jetzt ist sie mit ihrem Mann Wolfgang in Boiensdorf bei Wismar zu Hause.

Heike Isbarn wurde gleich im ersten Wahlgang gewählt – mit 18 von 31 Stimmen. Damit erhielt sie auf Anhieb die notwendige absolute Mehrheit. Es war eine geheime Abstimmung.

Auf Carmen Krooß, die zweite Kandidatin, entfielen 13 Stimmen. Krooß stand bis Ende des Vorjahres dem Amt Banzkow als Leitende Verwaltungsbeamtin vor und ist im neuen Großamt Crivitz Amtsleiterin für zentrale Dienste. Zum großen Amt haben sich die Ämter Crivitz, Banzkow und Ostufer zusammengeschlossen.

Gewählt wurden an diesem Abend auch die Stellvertreter der Amtsvorsteherin. Das sind als erster Stellvertreter Uwe Kröger, Bürgermeister aus Friedrichsruhe, und als zweiter Stellvertreter Carlo Folgmann, Bürgermeister der Gemeinde Dobin am See. Beide sind für die politischen Entscheidungen der Gemeinden und des Amtes mitverantwortlich. Ronald Radscheidt als Vorsitzender des Amtsausschusses leitet die Sitzungen des höchsten Gremiums mit 32 Vertretern aus den 17 Kommunen. Für die Umsetzung der Aufgaben in der Amtsverwaltung wurden zwei weitere Stellvertreter gewählt. Dies sind als erste Stellvertreterin Carmen Krooß und als zweite Stellvertreterin Iris Lenk.

Im Vorfeld hatte das Mitglied des Amtsausschusses und Bürgermeister der Gemeinde Pinnow Andreas Zapf den Antrag gestellt, die Wahl der Stellvertreter zu verschieben. Als Begründung führte er an, dass die Kommunalwahlen vor der Tür stehen. Denn am 25. Mai werden die Stadt- bzw. Gemeindevertreter und die Bürgermeister gewählt. Danach setzt sich dann der Amtsausschuss neu zusammen. Die am Mittwoch gewählten Bürgermeister hätten dann vielleicht kein Mandat mehr, so das Argument von Zapf. Sein Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

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