Kita-Debatte : Heftiger Gegenwind für die SPD

Frühkindliche Bildung: Auch das Kennenlernen von Medien gehört mit zum Angebot der Kita gGmbH. Zu Wochenbeginn besuchten Kinder vom „Haus Sonnenschein“ die SVZ.
Frühkindliche Bildung: Auch das Kennenlernen von Medien gehört mit zum Angebot der Kita gGmbH. Zu Wochenbeginn besuchten Kinder vom „Haus Sonnenschein“ die SVZ.

CDU, Linke und die Oberbürgermeisterin kritisieren die Sozialdemokraten wegen deren Angriffe auf die Kita gGmbH

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10. März 2015, 23:30 Uhr

Es war eine Ohrfeige für die SPD-Fraktion. Die wollte mit ihrem Antrag die Oberbürgermeisterin verpflichten, sich für eine „gelebte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in den Kindertageseinrichtungen“ einzusetzen. Konkret sollte sich Angelika Gramkow dafür engagieren, dass „eine Kultur der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen den Elternräten und den einzelnen Kindertageseinrichtungen in Schwerin auch dadurch gelebt wird, dass die Elternräte in den einzelnen Kindertagesstätten mindestens bei der Weiterentwicklung der pädagogischen Konzeption, der Öffnungszeiten sowie bei der Essensversorgung der Kinder umfassend einbezogen werden“.

Gegenwind kam als erstes von den Linken. Peter Brill erklärte, dass die Partnerschaft zwischen Kita-Trägern und Elternräten bereits im Landesgesetz festgeschrieben sei. Die Stadt habe nichts damit zu tun. Offenbar solle die Stadt Einfluss nehmen auf die Kita gGmbH. „Welches Problem hat die SPD mit dieser Gesellschaft?“

Einen Erklärungsversuch unternahm SPD-Frau Edda Rakette. „Der Umgang der Kita gGmbH mit den Eltern ist nicht mehr zeitgemäß.“ Die Geschäftsführerin sei „selbstgefällig“ aufgetreten.

Es sei unverantwortlich von der SPD, wie sie die Kita gGmbH in Verruf bringe, sagte Susanne Herweg von der CDU. „Immerhin ist die Aufsichtsratsvorsitzende von der SPD – das passt nicht zusammen.“ Linken-Chef Henning Foerster bezeichnete den SPD-Antrag als „Nebelkerze“ und nannte ihn „unredlich“. Und auch die Oberbürgermeisterin stellte sich schützend vor die Kita gGmbH: „Es ist einfach nicht wahr, dass ein so großer Träger das Landesgesetz verletzt.“

Im Gegensatz zur SPD-Fraktion wies Angelika Gramkow allerdings auch die Kritik an der Aufsichtsratsvorsitzende Gret-Doris Klemkow zurück. „Der Aufsichtsrat leistet hervorragende Arbeit.“ Was auch Klemkow selbst betonte. Sie bemängelte jedoch, dass „nicht alle Elternvertreter mitdiskutieren“.

Nur die SPD stimmte für ihren eigenen Antrag, es gab vier Enthaltungen. Die Mehrheit der Stadtvertreter aber lehnte das Ansinnen der Sozialdemokraten klar ab.

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