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Vorsätze der Schweriner : Haushaltsplan als Allzweckwaffe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gesünder leben, mehr Zeit mit der Familie: Viele Schweriner wollen 2017 etwas ändern – Heute: Nachhaltiger Umgang mit dem Geld

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Drei Wochen ist das neue Jahr jetzt alt, doch von vielen Vorsätzen ist bereits kaum noch etwas übrig. Vor wenigen Wochen fragten wir SVZ-Leser, was sie im neuen Jahr ändern möchten – „mehr Geld“ war eine der häufigsten Antworten. Neben der Möglichkeit, den Job zu wechseln und mehr zu verdienen, gibt es noch zahlreiche andere Wege, mit dem vorhandenen Geld besser und nachhaltiger umzugehen. Wie das funktionieren kann, erklärt Ulrike Schreier von der Volkssolidarität.

Wenn Schweriner zur Schuldnerberatung der Volkssolidarität kommen, steht vor den Zahlen auf dem Kontoauszug fast immer ein Minus. „Zu uns kommen Menschen, die aus verschiedensten Gründen Probleme mit Geld haben“, sagt Schreier. Dabei müsse man unterscheiden, ob es tatsächlich zu wenig zum Leben – etwa von der Rente – oder ein falscher Umgang mit den Scheinen sei. „Wenn es einfach zu wenig Geld ist, um über die Runden zu kommen, geben wir dem Betroffenen Hilfestellungen, wo er sich zusätzliche Unterstützung vom Arbeitsamt oder anderen Einrichtungen holen kann“, erklärt die Expertin. Hat der Hilfesuchende aber genügend Geld zu Verfügung und kann damit nicht richtig umgehen, suchen die Schuldnerberater nach der Ursache für das Ungleichgewicht. „Oft ist Sucht oder das Kaufverhalten Grund für Schulden“, so Schreier. Dann muss geprüft werden, ob sich der Betroffene helfen lässt und den Experten Glauben schenkt. Der nächstmögliche Schritt ist dann die Insolvenz: Normalerweise kommt es nach sechs Jahren zur so genannten Restschuldbefreiung – wenn sich der Schuldner an die Regeln hält und einsichtig zeigt.

Egal ob zu wenig Geld oder schlechter Umgang damit: Oft hilft ein Haushaltsplan, Ausgaben und Einnahmen offen zu legen. „Es ist wichtig, sich alle Kosten eines Monats vor Augen zu führen und zu verstehen, wo man leicht sparen kann“, erläutert die Schwerinerin. Gerade bei Mobiltelefon- oder Internetverträgen seien viele Kosten nicht auf den ersten Blick zu erkennen. „Meistens gibt es außerdem lange Kündigungsfristen“, ergänzt die Expertin. Als weiterer Schritt müsste geprüft werden, was man billiger kaufen könnte oder was komplett verzichtbar ist. Allerdings keine Lieblingslebensmittel: „Vorlieben spielen eine wichtige Rolle. Man kann und soll nicht auf etwas verzichten, das man gerne mag. Stattdessen kann man aber Preise vergleichen und so Geld sparen“, erklärt Schreier.

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