Baumschnitt : Harte Zeiten für Pappel und Co.

Neuer Durchblick: An der Crivitzer Chaussee wurden viele Sträucher auf Stock gesetzt. Den Lärmschutz beeinträchtigt das nicht – der war ohnehin nicht vorhanden. Fotos: Reinhard Klawitter
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Neuer Durchblick: An der Crivitzer Chaussee wurden viele Sträucher auf Stock gesetzt. Den Lärmschutz beeinträchtigt das nicht – der war ohnehin nicht vorhanden. Fotos: Reinhard Klawitter

Abgesägt, ausgelichtet, umgekippt: Rückschnitt oder Sturmschäden verändern das Bild an Ufern und Böschungen in Schwerin

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25. März 2015, 12:00 Uhr

Kahl geschnittene Böschungen, umgekippte Bäume im Wasser – haben die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen die Grünanlagen wirklich im Griff? Wurde an der Crivitzer Chaussee mit der Holzhammer-Methode gearbeitet, fragen viele Leser am „Heißen Draht“. Anwohner fürchten, jetzt noch stärker unter Straßenlärm zu leiden. Nonno Schacht, Leiter der Abteilung Öffentliches Grün, beruhigt: Alle Pflegemaßnahmen wurden genau geplant und auch der Windbruch liege im grünen Bereich.

„Wir setzen unsere Gehölze regelmäßig auf Stock“, sagt Nonno Schacht. Direkt nach dem Schnitt würde das für das ungeübte Auge zwar verheerend aussehen, es diene aber dazu, dass Büsche und Sträucher auch im unteren Teil wieder dicht wachsen. Pflanzen wie Haselnuss, Schlehen oder Hainbuchen würden diesen Rückschnitt perfekt vertragen. Aber auch größere, einzeln stehende Bäume sind verschwunden. Vogellandeplätze seien allerdings gesichert, die verbliebenen, freier stehenden Bäume gäben den Anlagen eine neue Struktur und den Pflanzen mehr Licht und Luft zur gesunden Entwicklung.

„Tatsächlich haben wir diesen Rückschnitt in Schwerin viele Jahre nicht gemacht, so dass es jetzt besonders auffällt“, ergänzt Schacht. „Wir gehen dabei abschnittsweise vor.“ Dass die ehemals dichter bewachsenen Böschungen für ausreichenden Lärmschutz zur Straße gesorgt hätte, das sei allerdings ein Mythos. Als städtebauliche Maßnahme für den Lärmschutz komme eine Bepflanzung kaum in Betracht, heißt es in der Lärmfibel, da erst ein 100 Meter breiter, dichter Waldstreifen mit dichtem Unterholz eine Pegelminderung von 5 bis 10 Dezibel bewirkt. Einzelne nicht dicht gepflanzte Bäume oder Sträucher brächten so gut wie keinen Schallschutz.

Die Sturmperiode in diesem Winter brachte im Bereich der SDS-Grünanlagen insgesamt vier Bäume....
 

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