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Brutale Kinderübergriffe : Harte Hand oder noch mehr reden?

vom

Nach den Übergriffen von Kindern auf Kindern ist auf unseren Web-Portalen ein heiße Diskussion entstanden. Die Mutter des Zehnjährigen ringt um ihre Fassung.

svz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 14:20 Uhr

Sollen auch minderjährige Gewalttäter härter bestraft werden? Nach dem brutalen Raubüberfall auf ein zwölfjähriges Mädchen im Parkhaus des Schlosspark-Centers – die Täterin ist 14 Jahre alt – und das Einsperren eines Zehnjährigen in ein Gullyloch durch einen Elfjährigen ist in den sozialen Netzwerken eine heftige Diskussion entbrannt. Auf unseren Facebook-Seiten gibt es vor allem Pro und Kontra zur Bestrafung der Täter.

Pro:

Sabrina Lockau "Gibt's nen Freifahrtsschein dafür, diese Gören mal ordentlich übers knie zu legen, wenn man so etwas sieht?!
Das hätten wir und in dem alter niemals getraut...gleich weg sperren!"

Tobias Hafemann "Das Jugendgesetz ist der Hammer ! Glatte 6..."

Carina We "Die Täterin ist der Polizei bereits bekannt, wenn ich das lese, fällt mir sofort unser desaströses Jugendstrafrecht ein. 15 Sozialstd. und fertig. Ist wie bei der Beichte, 3 Vaterunser und man ist frei von jeglicher Sünde."

Flo Karsch "Die 14 jährige ist hier auch bei Facebook und sagt noch dreist, ihr war die kette scheiß egal! Gleich weg sperren."

Eishändchens KlitzekleineWelt "Es müssten richtige Strafen sein und nicht solch larifari Kram, wie "reden" und "das passiert aber nicht nochmal"-Gefasel."

Heiko Borngräber "Strafen schrecken nicht ab, sagt der Experte. Ich meine, die richtigen Strafen würden auch richtig abschrecken."

Christian Rogler "Wenn man ihnen von vornherein die Grenzen zeigen würde, bräuchten sie sie nicht erst zu "erproben"."

Kontra:

Susi Schmugler "Ich denke, solche Sachen würden nicht so viel passieren, wenn schon im Elternhaus ein wenig mehr Ordnung, Strenge und Disziplin den Kindern anerzogen würde. Meine Eltern haben immer gesagt, Zuckerbrot und Peitsche. Aus uns ist auch was geworden!

Dennie Hasenfang "Kinder, die richtig erzogen sind, benehmen sich auch außerhalb des Elternhauses und wissen was sich gehört und was falsch ist. Das beschriebene Gewaltpotenzial ist gelerntes Verhalten aus einem nicht funktionierenden Elternhaus. Keine Aufmerksamkeit zu Hause."

Ina Te "Eine harte Hand vorleben... genau das ist wohl eher das Problem... Kinder kopieren ihre Eltern..."

Sabine Urbat "Reden und den Kid's den Sinn des Lebens vermitteln und Regeln (mit aller Konsequenz) aufstellen, sie spüren lassen, das sie wichtig sind und gebraucht werden. Hier sind alle in der Pflicht: Eltern, Schule und Gesellschaft. Dem Mädchen wünsche ich alles Gute und das Sie und ihre Familie Kraft haben, das zu verarbeiten."

Die Mutter des Zehnjährigen kann die Tat immer noch nicht fassen. „Es ist unvorstellbar, welche kriminelle Energie so ein Junge schon haben kann“, sagte die Mutter. Ihr Sohn war von einem Elfjährigen drangsaliert worden. Der Fünftklässler hatte erst die Mütze des Kleineren in einen Gully geworfen. Als dieser hineinkletterte, um sie herauszuholen, schloss der Mitschüler oben den Deckel. Nach langen zehn Minuten brachten Neuntklässler den strafunmündigen Täter dazu, den Gullydeckel wieder zu öffnen. „Ich mag gar nicht daran denken: So eng und dunkel da unten. Wann hätte man meinen Jungen dort gefunden, wenn nicht die Hilfe der älteren Schüler gekommen wäre?“

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