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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Oktober 2017 | 02:51 Uhr

Crivitz : Harte Ausbildung für fesselnden Job

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Arbeitsalltag in der Crivitzer Rettungswache ist oft sehr stressig, doch auch spannend / Bewerbungen sind März möglich

von
erstellt am 15.Feb.2015 | 11:00 Uhr

Gute Noten in den Schulfächern Deutsch, Sport und Biologie sind Grundvoraussetzung für diesen Dienst am Menschen. „Anwärter auf einen Ausbildungsplatz in der Crivitzer Rettungswache sollten aber eben nicht nur das vorweisen können, sondern auch ein großes Interesse am Dienst für den Menschen“, sagt Stefan Krömer. Der Notfallsanitäter macht seinen Job seit mehr als zehn Jahren. „Ich finde, es ist einer der schönsten und zugleich spannendsten Berufe.“ Auf die Frage, ob er ihn noch einmal wählen würde, kommt nicht prompt eine Antwort. „Ich liebe ihn. Ich habe meine Wahl nicht einen Tag bereut“, weicht er einer direkten Antwort aus. Denn Stefan Krömer möchte weniger über sich, aber dafür mehr über den Beruf erzählen. Noch bis zum März haben Schulabgänger die Möglichkeit, sich für einen Ausbildungsplatz zum Notfallsanitäter zu bewerben. Die Anwärter sollten mindestens 16 Jahre alt sein. „Sehr junge Leute sollten allerdings ein freiwilliges soziales Jahr vorher absolvieren. Ein bisschen Krankenhauserfahrung – natürlich nicht als Patient – kann ebenso hilfreich sein“, erklärt Krömer. Denn der Job sei keinesfalls nur mit Action verbunden. „Es ist eben nicht wie im Film. Hier wird medizinisches Fachwissen verlangt, aber ebenso eine gute Menschenkenntnis“, betont der Vize-Leiter der Crivitzer Rettungswache.

Es sei schwierig, die Lehrlinge auf die Einsatzsituation vorzubereiten. „Wir simulieren viele Dinge, doch jeder Einsatz ist anders. Deshalb steht den Lehrlingen immer ein Ausbilder zur Seite“, sagt Krömer und ergänzt: „Jeder Einsatz wird ausgewertet.“

Wichtig sei neben der seelischen Stärke aber auch die Fitness. Oft sei der Unfallort nur über unwegsames Gelände zu erreichen – das dann aber mit schwerer Ausrüstung auf dem Buckel. Und der Rückweg mit Patienten sei keineswegs leichter, weiß Stefan Krömer aus Erfahrung. Auch die 24-Stunden-Schichten seien nicht jedermanns Sache. Neben allen Strapazen sei es aber ein sehr gutes Gefühl, Menschen helfen zu können. „Manchmal gibt es auch ein Dankeschön“, sagt der Vize-Leiter der Lehrrettungswache. Auch die Arbeit im Team gefalle ihm sehr gut. „Wir sind hier wie eine kleine Familie. Der Zusammenhalt muss sein, denn wir arbeiten oft in schwierigen Situationen und unter enormem Stress“, erklärt er. Hinzu komme der Umgang mit dem Tod. „Manchmal können wir nicht helfen. Das stumpft nicht ab, es macht die Haut nur dünner und da ist es eben gut, wenn man Kollegen hat, mit denen man sich gut versteht“, erzählt Krömer.

Doch das nötige Fachwissen steht an oberster Stelle: „Die Azubis absolvieren neben der praktischen Arbeit hier in der Rettungswache die Theorie an der Rettungsdienstschule Schwerin und auch in der Helios-Klinik“, so Krömer.

Wer die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter abgeschlossen hat, habe durchaus gute Chancen, in der Rettungswache übernommen zu werden. Auch anschließende Qualifizierungen gebe es viele.

Bewerbungen können bis zum 1. März an die Ludwigslust-Parchimer Rettungsdienst gGmbH, Putlitzer Straße 25 in Parchim geschickt werden. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 03871-622529.

 

 

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