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Mecklenburgisches Staatstheater : Hans-Joachim Hacker fordert Erhalt

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Seitdem klar ist, dass insgesamt 79 Stellen am Theater gestrichen werden sollen, gehen nicht nur die Künstler auf die Barrikaden, sondern auch Schweriner und Kulturinteressierte aus der Umgebung zeigen Flagge.

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erstellt am 19.Mär.2012 | 10:11 Uhr

Schwerin | Seitdem klar ist, dass insgesamt 79 Stellen am Mecklenburgischen Staatstheater gestrichen werden sollen, gehen nicht nur die Künstler auf die Barrikaden, sondern auch Schweriner und Kulturinteressierte aus der Umgebung zeigen Flagge für die Künstler und der Erhalt der Bühne.

Jetzt meldet sich Bundestagsabgebgeordneter Hans-Joachim Hacker (SPD) zu Wort. Er fordert unter anderem, dass das Thema Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin auf die Tagesordnung des Landestages gehört. "Die Zukunftssicherung des Mecklenburgischen Staatstheaters ist eine wichtige parlamentarische Angelegenheit. Der Kulturausschuss des Landtages sollte sich in Selbstbefassung dieses Themas annehmen", sagt Hans-Joachim Hacker zur prekären Situation des Theaters in der Landeshauptstadt.

Seit einigen Tagen haben auch Demonstranten ihre Lager vor dem Schweriner Schloss aufgeschlagen und fordern Taten der Landesregierung ein. Autofahrer werden mit großen roten Kreuzen auf die Krise aufmerksam gemacht. Sie sollen hupen, wenn sie am Schloss vorbeifahren und damit ein Zeichen setzen. Auch SPD-Bundestagsabgeordnerter Hans-Joachim Hacker hat die schwierige Lage erkannt: "Die Existenz des Mecklenburgischen Staatstheaters steht auf Messers Schneide. Eine Zukunft des Hauses und die Aufrechterhaltung des hochwertigen Theaterstandortes Schwerin dürfte mit dem vorgelegten Sanierungskonzept und bei Beibehaltung der festgefahrenen Positionen aller Beteiligten ausgeschlossen sein. Dann führt der Weg tatsächlich zur Provinzbühne oder in die Insolvenz des Theaters - ein einmaliger Vorgang in Deutschland."

Das Staatstheater strahle über die Region hinaus und pflege mit der Fritz-Reuter-Bühne nicht nur die Landeskultur, sondern auch die plattdeutsche Sprache. Hans-Joachim Hacker ist sich sicher, dass das Landestheater erheblichen Schaden nehme, wenn Sparten geschlossen werden. "Nach zwei Jahrzehnten der Proteste für den Erhalt des Staatstheaters braucht dieses jetzt eine dauerhafte Grundlage, um den Spielbetrieb dauerhaft zu erhalten", fordert Hans-Joachim Hacker.

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