Schwerin : Hallenbad-Bau gerät ins Schwimmen

 Die alte Schwimmhalle ist weg. Bagger bereiten den Boden für den Neubau vor.
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Die alte Schwimmhalle ist weg. Bagger bereiten den Boden für den Neubau vor.

Der Bau der neuen Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch könnte sich verzögern. Zurzeit rechnen die Planer damit, dass die Schwimmer ihre Bahnen im Februar 2015 in der neuen Halle ziehen können.

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02. Mai 2013, 06:01 Uhr

Grosser Dreesch | Die Fertigstellung der neuen Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch könnte sich verzögern. Nach den langen Wintermonaten in diesem Jahr befürchtet Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow: "Die Realisierung des Schwimmhallen-Neubaus wird sich in Abhängigkeit der Strenge des Winterhalbjahres 2013/14 bis nach 2015 hinausschieben." Zurzeit rechnen die Planer damit, dass die Schwimmer ihre Bahnen im Februar 2015 in der neuen Halle ziehen können.

Während Schüler der Niels-Holgersson-Schule, der Grundschule Mueßer Berg und der Schule am Fernsehturm in den kommenden Tagen den Bauzaun in der Bernhard-Schwentner-Straße verschönern, beginnt auf der anderen Seite des Zauns der Bau des neuen Hallenbades. Die alte Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch ist mittlerweile dem Erdboden gleich gemacht. Bei Wind und Schnee leisteten die Abrissbagger ganze Arbeit. Und auch sonst läuft bislang alles nach Plan: Die Kosten von 9,25 Millionen Euro netto sind nun unter dem Strich auf knapp 11,5 Millionen Euro angesetzt. "Das ist der Bruttobetrag", sagte Finanzdezernent Dieter Niesen. Darin enthalten sind die Abrisse der beiden Schwimmhallen und der Neubau des Bades auf dem Dreesch. Neben städtischen Eigenmitteln in Höhe von 3,3 Millionen Euro werden knapp 5,6 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln eingesetzt. 2,5 Millionen Sonderbedarfszuweisungen sind vom Land zugesagt. Wenn alles fertig ist, können Schweriner schon vom Eingangsbereich der neuen Halle aus durch eine große Glaswand die Schwimmer beobachten. Dort stehen künftig zwei Becken mit sechs und vier 25-Meter-Bahnen für Schwimmfreunde, Vereine und Schulen zur Verfügung. Das Becken für das so genannte Bevölkerungsschwimmen erhält einen höhenverstellbaren Vario-Boden für unterschiedliche Wassertiefen, so dass spezielle Aqua-Kurse angeboten werden können. Die kleinsten Wasserratten können sich in einem 25 Quadratmeter großen Planschbereich tummeln. Es ist vorgesehen, dass das Sechs-Bahnen-Becken primär für das Vereins- und Schulschwimmen genutzt wird.

Die Neue Schwimmhalle wird in den Farben der Ostsee gestaltet: blaues Wasser, Sandfarben und frisches Grün. Diese Farben sollen für ein angenehmes Ambiente sorgen und Orientierung geben. Außerdem wird die neue Schwimmhalle behindertengerecht ausgebaut. Die Stadt legt Wert darauf, dass energetische Maßnahmen die Betriebskosten bezahlbar halten. Geplant sind neben einer Photovoltaikanlage auch Luft-Wärme-Pumpen, die den Energiebedarf der Halle entscheidend verringern sollen. Schon durch die Entscheidung der Stadtvertretung, zwei marode Schwimmhallen durch ein neues, energetisch optimiertes Bad zu ersetzen, werden die Energiekosten gedrückt. Für die energetische Optimierung sollen zirka 400 000 Euro eingesetzt werden. Mit der Eröffnung der Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch wird das Bad in Lankow geschlossen. Bis Ende 2012 nutzten Sportler, Schwimmschüler und Freizeitschwimmer die zwei baugleichen Hallen in Lankow und auf dem Großen Dreesch. Jetzt rücken sie im Lankower Bad zusammen.

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