Schwimmhalle Grosser Dreesch : Halle wie neu – Gäste fehlen

Trainieren für Olympia: Weil die Schwimmhalle in Rostock geschlossen ist, zieht Denise Grahl ihre Bahnen in Schwerin. Am Mittwoch fliegt sie zu den Paralympics nach Rio.
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Trainieren für Olympia: Weil die Schwimmhalle in Rostock geschlossen ist, zieht Denise Grahl ihre Bahnen in Schwerin. Am Mittwoch fliegt sie zu den Paralympics nach Rio.

In der neuen Schwimmhalle mussten erste Schäden repariert und die Anlagen gewartet werden

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26. August 2016, 05:45 Uhr

Seit Montag ist die Schwimmhalle wieder geöffnet. Bahn um Bahn spult Denise Grahl ihr Programm ab. Die Sportlerin absolviert ihre letzten Trainingstage für die Paralympics. In der kommenden Woche fliegt sie dann zu den Wettkämpfen nach Rio de Janeiro. Doch sonst ist kaum Betrieb in der neuen Halle. „Das schöne Wetter, die Ferienzeit – da kommen nicht so viele Gäste“, sagt Schwimmhallenchef Stefan Kuß. Weil das im Sommer immer so ist, war die Halle auch für vier Wochen geschlossen. „Routinearbeiten waren fällig“, so Kuß. Allerdings wurden auch gleich Gewährleistungsarbeiten durch die Baufirmen erledigt. So hatte sich nach dem Einbau eines Liftes für Behinderte Rost auf dem Edelstahl des Mehrzweckbeckens gebildet. „Außerdem war die Dehnungsfuge um die Becken nicht einhundertprozentig dicht“, sagt Kuß. „Das war keine optimale Lösung.“ Die Dichtung wurde ausgewechselt. Ebenso die Silikonfugen in den Duschen. Die waren ebenfalls nicht ganz dicht. „Da kann sich schnell Schimmel bilden.“

Dass die Schwimmhalle nach nur gut einem Jahr Betrieb geschlossen wurde lag aber nicht an den Reparaturarbeiten. „Vor allem mussten wir das Wasser wechseln und untersuchen lassen“, erklärt der Hallenchef.

Insgesamt 1500 Kubikmeter Wasser, das sind fast 11000 Badewannen voll, mussten abgelassen werden. „Vorher haben wir das Chlor entfernt und dann alles in die Kanalisation laufen lassen.“ Immerhin fünf Tage habe das gedauert, so Stefan Kuß. Außerdem wurden die Wasseraufbereitungsanlagen gewartet. Filter mussten gewechselt, die gesamte Apparatur desinfiziert werden. Das so genannte Schlammwasser wurde abgelassen und entsorgt – als Sondermüll. „Wir haben alle Auflagen des Gesundheitsamtes streng eingehalten“, sagt der Schwimmhallenchef. „Die Prüfungen waren alle ohne Beanstandungen. Nach dem alle Arbeiten erledigt waren, wurden die Becken neu befüllt. Mit Feuerwehrschläuchen dauerte das immerhin vier Tage. Jetzt können die Schweriner wieder ein Jahr unbeschwert baden.

Die Wartungsarbeiten hatten deutlich mehr Aufwand erfordert, als in den alten Schwimmhallen, so Stefan Kuß. Die moderne Technik ist umfangreicher.

Unterdessen hat der Einbau einer Sauna in die Schwimmhalle begonnen. Einen Fertigstellungstermin konnte die Stadt noch nicht nennen. Erst im zweiten Anlauf hatten die Stadtvertreter dem Bau der Sauna zugestimmt. Sie konnte zunächst nicht bei der Errichtung der Schwimmhalle gleich mit eingebaut werden, weil das Geld fehlte. Im Dezember 2015 dann gaben die Stadtvertreter 150 000 Euro für das kommunale Schwitzbad frei.

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