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Ferientipps in Schwerin : Hämmern, sägen, Stelzen laufen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf dem Bauspielplatz toben Kinder in der Natur – und lernen den richtigen Umgang mit Werkzeugen

svz.de von
erstellt am 09.Aug.2017 | 23:16 Uhr

Ferienzeit – das heißt ausschlafen, in Ruhe frühstücken und etwas unternehmen – doch was? Die Ferienangebote sind in der Landeshauptstadt breit gefächert: Ein Besuch auf der Fußball-Golf-Anlage in Warnitz rentiert sich für Kinder und Jugendliche genauso wie ein Abstecher ins Freiluftmuseum. Heute erzählt Silke Brun vom Bauspielplatz.

„Los jetzt Laura, komm endlich“, ruft Lea ihrer Schwester zu. „Ich bin ja gleich soweit“, antwortet die Elfjährige und zurrt die Bänder ihrer Holzstelzen fest. Gemeinsam stapfen die beiden Mädchen über den Bauspielplatz, während ihre Freunde am Lagerfeuer sitzen. „Bei uns können Kinder und Jugendliche ganz viel ausprobieren“, sagt Silke Brun. Die Schwerinerin begleitet die abenteuerlustigen Gäste im Alter von fünf bis 17 Jahren auf dem Bauspielplatz seit vielen Jahren, gibt ihnen Tipps und Ratschläge. „Im Gegensatz zu anderen Spielplätzen haben wir Öffnungszeiten und betreuen die Kinder.“ Das ist auf 10  000 Quadratmetern auch ratsam, denn neben Werkeln mit Hämmern und Co. können Ferienkinder im Mueßer Holz auch an einer Kletterwand kraxeln gehen. Das nehmen junge Schweriner gerne an: 50 bis 60 Kinder und Jugendliche kommen täglich auf das Gelände an der Marie-Curie-Straße.

In den Ferien können junge Schweriner wochentags von 12 bis 18 Uhr hämmern, sägen und klettern. „Es geht uns nicht darum die Kinder zu animieren. Sie sollen selbst ausprobieren, was ihnen gefällt. Und wenn sie Probleme haben, sind wir da und helfen“, erklärt Brun. Das helfe, das Selbstbewusstsein zu stärken und eigene Schwächen leichter akzeptieren zu können. „Viele Jugendliche sind unsicher. Beim gemeinsamen Spielen legen sie ihre Scheu aber relativ schnell ab und werden selbstsicher.“ Dabei spielt auch die Jahreszeit keine Rolle: Egal ob im Sommer die Sonne scheint oder es regnet, im Winter der Schnee liegt oder der herbstliche Wind durch die Landeshauptstadt pfeift – auf dem Bauspielplatz können sich Kinder und Jugendliche zu jeder Jahreszeit austoben. „Wir binden das Wetter und die Natur ins Spielen mit ein“, sagt Silke Brun.

Nach dem Brand vor einigen Wochen ist auf dem Bauspielplatz mittlerweile fast wieder alles beim Alten: Auf der Feuerstelle lodert das Feuer und auch die rustikalen Holzbauten wachsen gen Himmel. Beim Brand waren einige Hütten in Mitleidenschaft gezogen worden, die nun von den Mitarbeitern langsam wieder aufgebaut werden. „Das Grundgestell der behämmerbaren Holzhäuser bauen wir Erwachsenen. Wenn das Gerüst steht, können die Kinder und Jugendlichen wieder ans Werk“, erzählt die Bauspielplatz-Betreuerin.

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